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Last Goodybye

Last Goodbye

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"Ihr seid alle Sklaven", brüllt Roland Lilack (Chris Rydell) seinen Chef und die umstehenden Kollegen an. Er kann die Gleichgültigkeit seiner Mitmenschen nicht ertragen. Während er nach dem Sinn des Lebens sucht, scheinen alle anderen wie Marionetten im Alltag zu funktionieren. In einer ähnlichen Krise befindet sich Schauspielerin Agnes (Clementine Ford), die sich frisch von ihrem Rockerfreund Peter (Liam O'Neill) getrennt hat. In "Last Goodbye" (2004) muss viel passieren, bis sich die beiden geschundenen Seelen treffen. Der Episodenfilm ist das Erstlingswerk des 29-jährigen Regisseurs Jacob Gentry. Dem deutschen Kinopublikum wurde das Werk vorenthalten, aber nun ist die DVD erhältlich.

Sie kommt einfach nicht zum Antworten. Agnes (Clementine Ford) wird von den beiden Moderatoren weniger interviewt als zugetextet und dabei mehrfach bloßgestellt. Als Vampirjägerin fährt sie für die TV-Serie "Southern Gothic" gute Quoten ein. Die wachsende Popularität entpuppt sich aber schnell als Fluch. Denn vielmehr als an ihrem schauspielerischen Können sind die Journalisten an der Liaison mit dem Rocker Peter (Liam O'Neill) interessiert. Doch der geht mit einem 16-jährigen Groupie fremd und will keine ernsthafte Beziehung führen. Aus Rache beginnt Agnes eine Affäre mit Seymour (Chad McKnight), dem Bassisten aus Peters Band.

Zur gleichen Zeit befindet sich der Angestellte Roland Lilack (Chris Rydell) in einer ähnlich verzwickten Situation. Er flüchtet sich in den Alkohol, weil er die Oberflächlichkeit seiner Mitmenschen nicht erträgt. Vollkommen angetrunken gesteht er seinem Chef, in dessen 16-jähriger Tochter (dem Groupie-Luder des Rocksängers) einen rettenden Engel zu sehen und erleidet daraufhin vor der versammelten Kollegenschaft einen Nervenzusammenbruch.

Das Schicksal wird die beiden zusammenführen. Ähnlich wie in "L.A. Crash" (2004) werden die Geschichten nebeneinander nach und nach aufgerollt, um am Ende miteinander verwoben zu werden. Allerdings erreichte Jacob Gentry nicht die im oscarprämierten Vorbild eingehaltene Stringenz und leistet sich mehrere, zum Teil verwirrende, Zeit- und Plotsprünge. Der auf der DVD befindliche Audiokommentar des Regieassistenten zusammen mit einem Schauspiellehrer und einem Nebendarsteller hilft aber, den Überblick zu behalten.

Die Farbgebung des Bildes fällt sehr natürlich aus. Der erhöhte Anteil von Brauntönen verleiht dem Film eine atmosphärische Wärme. Die Kontrast- und Schärfewerte können auf der ganzen Linie überzeugen. Das Drama besticht durch pointierte Dialoge, die durchgehend rauschfrei wiedergegeben werden. Der für den Film elementare Soundtrack wird in den richtigen Momenten in den Vordergrund gerückt. Es werden alle Surround-Kanäle bedient.

Julia Köhler

bewertungsbox

bildformat 1,85:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (5.1), Englisch (5.1)
untertitel Deutsch
extras Audiokommentar Seth Joiner (Regieassistent), Blake L. Edmonton (Schauspiellehrer) und Justin Wellborn (Schauspieler); Making Of; Musikvideo
laufzeit 98 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 20 Euro
bewertung bild sehr gut
bewertung ton gut
bewertung extras gut

Credits:
(USA 2004, R: Jacob Gentry, D: Chris Rydell, Liam O'Neill, Clementine Ford u.a.)


Mit "Last Goodbye", der nun auf DVD erhältlich ist, lieferte Jacob Gentry ein gefeiertes Regie-Debüt ab.
Mit "Last Goodbye", der nun auf DVD erhältlich ist, lieferte Jacob Gentry ein gefeiertes Regie-Debüt ab. (Splendid)

Chris Rydell spielt den Angestellten Roland, der durch eine Midlife Crisis geht.
Chris Rydell spielt den Angestellten Roland, der durch eine Midlife Crisis geht. (Splendid)

Angnes (Clementine Ford, links) spielt in einer TV-Serie eine Vampirjägerin. Die Quoten stimmen, doch im Privatleben geht bei der Schauspielerin alles drunter und drüber.
Angnes (Clementine Ford, links) spielt in einer TV-Serie eine Vampirjägerin. Die Quoten stimmen, doch im Privatleben geht bei der Schauspielerin alles drunter und drüber. (Splendid)

Datum: 22.08.2006

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Diskussion: "Last Goodybye"

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Artikel ID 173407

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