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Frank Sinatra

Themenabend: Frank Sinatra

(tsch) Seine samtene Stimme brachte ihm den höchsten Ehrentitel für einen Sänger überhaupt ein: "The Voice". Vor acht Jahren starb der Jahrhundert-Entertainer, doch die Erinnerung an ihn lebt stärker denn je. Nicht nur der Showman des neuen Jahrtausends, Robbie Williams, belebte mit seinem "Swing When You're Winning"-Ding das Crooner-Genre wieder. Frankie- und "Rat-Pack"-Imitationen im Musical-Format ziehen um die Welt und lassen einen leben, der zu Recht nie in Vergessenheit geriet. "I Did It My Way" war sein Erkennungssong, und er handelte nach diesem Motto. Damit schlitterte Frankie manchmal scharf am Abgrund entlang, wie der Themenabend "Frank Sinatra" beweist, den ARTE nun wiederholt.

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In jungen Jahren wurde der am 12. Dezember 1915 als Francis Albert Sinatra in Hoboken bei New York geborene Abkömmling italienischer Einwanderer bereits zum Teenage-Star. Mit der "Hoboken Four" stieg er ins Musikgeschäft ein, der große Bing Crosby sollte sein Vorbild sein. Nach Big-Band-Auftritten bei Tommy Dorsey startete Frank Sinatra eine Solokarriere, mit der er jene Euphorie vorwegnahm, die es später nur Elvis Presley und den Beatles zu erzeugen gelang.

Doch mit eben jener aufsteigenden Ära der Rock-Musik begann Sinatras Stern zu sinken - bis ihm als Schauspieler und Sänger durch den Film-Hit "Verdammt in alle Ewigkeit" (1953), der ihm auch einen Oscar einbrachte, ein Comeback gelang. Ol' Blue Eyes wurde mit Songs wie "Strangers in the Night" oder "New York, New York" zur amerikanischen Ikone, der auch Alkohol- und Frauenexzesse nichts anhaben konnten. Sowohl demokratische wie republikanische Präsidenten verehrten ihn. Seine Beziehungen zur Mafia allerdings hätten seine Legende zu Lebzeiten beinahe zerstört.

"Frank Sinatra - Das Doppelleben" ist der Titel der deutsch-französischen Dokumentation, die zu Beginn des ARTE-Themenabends (20.40 Uhr) den Star von einer weniger glamourösen Seite zeigt. Christopher Olgiati deckt auf, dass Sinatra der Mafia weitaus näher gestanden habe als bislang vermutet. Als es dem Entertainer nicht gelang, John F. Kennedy zu einer nachgiebigeren Haltung gegenüber dem organisierten Verbrechen zu bewegen, soll sogar Sinatras Ermordung erwogen worden sein.

Der Schauspieler Frank Sinatra hat seinen Auftritt dann um 22.10 Uhr in John Frankenheimers Politthriller "Botschafter der Angst" ("Manchurian Candidate", USA, 1962), der von der McCarthy-Ära inspiriert ist. Darin gibt er den ehemaligen Vorgesetzten eines kommunistischen Agenten, der erkennt, dass mit diesem etwas nicht stimmt.

Die Dokumentation "Die Könige von Las Vegas" (Großbritannien, 2000) von Steve Grandison (00.15 Uhr) widmet sich schließlich jenem legendären "Rat-Pack" - unter anderem Dean Martin und Sammy Davis Jr. - , das auf den Bühnen oder in den Bars von Las Vegas, aber auch in Filmen wie "Ocean's Eleven" die Herzen der Zuschauer gewann. Das Remake mit George Clooney wird gerade zum zweiten Mal fortgesetzt ("Ocean's Thirteen", Start: 2007). Zahlreiche Zeitzeugen, Film- und Musikstars berichten über die Goldenen Rat-Pack-Jahre und ebenfalls über Frankies unheilvolle Verstrickungen.

Jasmin Herzog


Das "Frank Sinatra - Das Doppelleben" (So., 08.10., 20.40 Uhr): Er stand schon beinahe auf der Abschussliste - aber 1983 doch noch auf der Bühne.
Das "Frank Sinatra - Das Doppelleben" (So., 08.10., 20.40 Uhr): Er stand schon beinahe auf der Abschussliste - aber 1983 doch noch auf der Bühne. (ARTE F / DN Image)

So war Frankie: Ein typisches Porträt der Swing-Legende von 1957 aus der Dokumentation "Frank Sinatra - Das Doppelleben" (So., 08.10., 20.40 Uhr).
So war Frankie: Ein typisches Porträt der Swing-Legende von 1957 aus der Dokumentation "Frank Sinatra - Das Doppelleben" (So., 08.10., 20.40 Uhr). (ARTE F / DN Image)

When we were young: So sah Ol' Blue Eyes 1947 aus ("Frank Sinatra - Das Doppelleben", So., 08.10., 20.40 Uhr).
When we were young: So sah Ol' Blue Eyes 1947 aus ("Frank Sinatra - Das Doppelleben", So., 08.10., 20.40 Uhr). (ARTE F / DN Image)

Datum: 08.10.2006

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Artikel ID 175014

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