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Und immer lockt das Weib

Und immer lockt das Weib

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Nicht mehr nur Körper. Nicht mehr nur Sex-Symbol. Nicht mehr nur Bild sei sie nun, sagt Brigitte Bardot über sich selbst. Und doch ist da zunächst die Erinnerung, die wach wird. Schöner als der Autor Marcel Achard es tat, lässt es sich nicht formulieren: Als "Wunder", als "Anblick, der die Sinne erregt", schilderte er sie. "Ein Körper, an dem der Beschauer, gleich welchen Geschlechts, gebannt jede Bewegung verfolgt, und zwar in der Hoffnung, seine Geheimnisse zu entdecken - eine schalkhafte Koketterie im Dienst unschuldiger Perversität." Brigitte Bardot ist ein Mythos, der vom eigenen Ehemann begründet wurde. Roger Vadim ließ sie 1956 den Männern den Kopf auf der Leinwand verdrehen. Der Film, der jetzt erstmals auf DVD erhältlich ist, trägt den passenden Titel "Und immer lockt das Weib".

"Und immer lockt das Weib" ist ein für die damalige Zeit durchaus skandalöser Film, geriet aber in vielen Bereichen zu oberflächlich.

Um nicht in ein Erziehungsheim abgeschoben zu werden, flüchtet die junge, aufreizend schöne Juliette (Brigitte Bardot) in die Ehe mit Michel (Jean-Louis Trintignant), obwohl sie ihn nicht liebt. Im Grunde schlägt ihr Herz für dessen Bruder Antoine (Christian Marquand), mit dem sie eine heiße Affäre beginnt. Als Michel dahinter kommt, muss Juliette eine Entscheidung treffen.

Es war nicht, obwohl sich dieses Missverständnis hartnäckig hält, Bardots erster Film - allerdings, der erste, mit dem sie in den USA bekannt wurde. Regisseur und Ehemann Roger Vadim setzte seine schöne Frau mit all ihren verführerischen Seiten in Szene. Natürlich war und ist sie eine schöne Frau. Wer möchte das bezweifeln? Doch die Faszination, die BB in ihrer Zeit als Schauspielerin und auch später noch umgab, begründet sich keineswegs nur auf ihre äußere Erscheinung. Brigitte Bardot revolutionierte das Image der Blonden, das Image der Frauen, weil sie sich nicht leiten, nicht besitzen ließ. Was sie über die freie Liebe denkt, wurde sie bei einer Pressekonferenz gefragt. "Ich denke nicht, wenn ich liebe", antwortete die Frau, die mit 15 nach einem Titelbild in der "Elle" zum Superstar wurde.

Die DVD bietet ordentliche Qualität. Das Bild wurde digital bearbeitet und ist nur an wenigen Stellen unscharf und wirkt. Der Mono-Sound scheppert ein wenig durch die Boxen, die Dialoge sind aber klar verständlich. Bonusmaterial gibt es nur zum "Anfassen": Ein zwölfseitiges Booklet zeigt einige der schönsten Fotos von BB, dazu wurde der Box ein Pin-Up-Poster beigelegt.

Nadja Olsen

bewertungsbox

bildformat 2,35:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (1.0), Französisch (1.0)
untertitel Deutsch
extras Booklet; Poster
laufzeit 87 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 15 Euro
bewertung bild befriedigend
bewertung ton ausreichend
bewertung extras keine Wertung

Credits:
(F 1956, R: Roger Vadim, D: Brigitte Bardot, Curd Jürgens, Jean-Louis Trintignant u.a.)


Als verführerische 18-Jährige verdreht Brigitte Bardot in "Und immer lockt das Weib" dem männlichen Teil eines französischen Küstenortes den Kopf.
Als verführerische 18-Jährige verdreht Brigitte Bardot in "Und immer lockt das Weib" dem männlichen Teil eines französischen Küstenortes den Kopf. (Concorde)

Michel (Jean-Louis Trintignant) verehrt und begehrt Juliette (Brigitte Bardot), doch seine Ehefrau denkt nur an seinen Bruder.
Michel (Jean-Louis Trintignant) verehrt und begehrt Juliette (Brigitte Bardot), doch seine Ehefrau denkt nur an seinen Bruder. (Concorde)

Eric Carradine (Curd Jürgens) ist von der jungen Juliette (Brigitte Bardot) hingerissen.
Eric Carradine (Curd Jürgens) ist von der jungen Juliette (Brigitte Bardot) hingerissen. (Concorde)

Datum: 08.10.2006

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