X-Men: Der letzte Widerstand
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Es geschieht nicht viel im dritten Teil der "X-Men"-Saga, das Wenige aber auf äußerst spektakuläre Weise. Menschen und Mutanten, Autos und Häuser segeln durch die Luft. Wassermassen türmen sich zu einem Gefängnis auf, als würde Moses seine kleine Zehe vor Alcatraz in den bitterkalten Pazifik stecken. Selbst die Golden Gate Bridge setzt in einem der wohl - nun ja - bewegendsten Momente von "X-Men: Der letzte Widerstand" (2006) zum Tiefflug über die Bucht von San Francisco an. Kurzum: Es darf, jetzt auch dank einer exzellent ausgestatteten Doppel-DVD im Heimkino, mal wieder gestaunt werden im Marvel-Universum.Nach zwei Leinwandmissionen der Exoten-Truppe und einem Einspielergebnis von rund 371 Millionen Dollar an den US-Kinokassen trat "Rush Hour"-Regisseur Brett Ratner die Nachfolge von Bryan Singer an, der sich lieber um "Superman Returns" kümmern wollte. Ein Wechsel und seine Folgen: Ratner frönt getreu seines Rufs etwas hemmungsloser der Action und zettelt einen Krieg zwischen Magnetos (Sir Ian McKellen) missgelaunter Bruderschaft und dem US-Militär an. Auslöser ist ein "Heilmittel", das die Kräfte der Mutanten in Zaum hält und ihnen ein normales Leben fernab ihrer Einzigartigkeit ermöglichen soll. Zwischen allen Stühlen und Fronten: die X-Men. Früh lässt Ratner in diesem Konflikt so manch alt gedienten Helden über die Klinge springen oder - schlimmer noch - Mensch werden. Ebenso rasch werden jedoch andere, beliebte Charaktere aus den Marvel-Comics eingeführt: Angel (Ben Foster) etwa, der sich leider kaum entfalten darf, Juggernaut (Ex-Fußball-Profi Vinnie Jones) oder Beast, dargestellt von Kelsey Grammer (bekannt aus der TV-Serie "Frasier"), der sich in unzähligen Stunden in der Maske in ein blaues Fellknäuel verwandeln lassen musste. Im Mittelpunkt steht jedoch eine Wiederauferstandene: Jean Gray (Famke Janssen). Die ließ am Ende des Vorgängers ihr Leben für die gute Sache und steigt nun als manchmal bösartiges Superweib Dark Phoenix aus dem Alkali-Lake. Sie soll auf Magnetos Seite den Sieg über das US-Militär bringen, ist aber gefährlich und mächtig. Die Männer liegen der Rothaarigen, in deren Schizophrenie sich das zentrale Thema des Films widerspiegelt, dennoch zu Füßen - meist als ein Häufchen Asche. Der anamorphe Bildtransfer ist gekennzeichnet durch akkurate Gesichtsfarben, tiefe Schwarztöne, guten Kontrast und hohe Detailgenauigkeit. Nur selten sind kleinere Bildstörungen zu erkennen. Der Dolby-Digital-5.1 Soundtrack lässt die Lautsprecher schwitzen. Die hinteren Boxen kommen in den zahlreichen Actionsequenzen zum Einsatz, der Bass kann zuweilen sehr intensiv werden. Zum umfangreichen Bonusmaterial zählen unterhaltsame Audiokommentare, interessante Hintergrunddokus und erstaunliche Alternativen für das Filmende.
Claas Nielsen
bewertungsbox
| bildformat |
2,40:1 (anamorph) |
| sprachen |
Deutsch (DTS / 5.1), Englisch (5.1 EX) |
| untertitel |
Deutsch, Englisch |
| extras |
Audiokommentar: Brett Ratner (Regie), Zak Penn, Simon Kinberg (Drehbuch); Entfallene Szenen; Alternative Enden; Easter Eggs; Produktionstagebuch; Produktionsclips; Featurettes: X-Men ganz nah, Analyse |
| laufzeit |
99 Min. |
| tonsystem |
Dolby Digital |
| regionalcode |
Regionalcode 2 |
| preis |
ca. 25 Euro |
| bewertung bild |
gut |
| bewertung ton |
sehr gut |
| bewertung extras |
sehr gut |
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Credits: (USA 2006, R: Brett Ratner, D: Hugh Jackman, Sir Ian McKellen, Famke Janssen u.a.)
Ein Heilmittel soll die vermeintlich krankhafte Andersartigkeit der Mutanten beenden. Grund genug, in "X-Men: Der letzte Widerstand" einen effektreichen Kino-Krieg vom Zaun zu brechen. (Fox)
Magneto (Sir Ian McKellen), Herr über das Metal, ruft angesichts der Bedrohung durch das "Heilmittel" alle Mutanten zum Kampf gegen die Menschheit auf. (Fox)
Mutiert vom einsamen Wolf zum Anführer der X-Men: Wolverine (Hugh Jackman) (Fox) |
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