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Passwort: Swordfish|
Demnächst im Fernsehen Das Fernsehen sendet nicht nur Müll. Perlen finden sich immer wieder darunter, aber wer hat schon Zeit und Lust, sie zu suchen? Wir übernehmen das: Im Cineastentreff finden Sie täglich 2-3 Filmtipps, die es lohnen, den Fernseher einzuschalten. |
Passwort: Swordfish(tsch) Halle Berry ist erst verführerisch und später halb nackt zu sehen, Hugh Jackman spielt den menschelnden Kriminellen, John Travolta den bösen Buben, und es gibt eine der atemberaubendsten Explosion der Kinogeschichte - das ist eigentlich alles, was man über "Passwort: Swordfish" (2001) wissen muss. Vor allem Halle Berry hat unschlagbare Argumente, warum man(n) sich den zwar explosiven und durchgestylten, aber etwas konfusen Film ansehen sollte. RTL bietet nun die Gelegenheit zur besten Sendezeit. Anzeige
Dass man auch ohne übertriebenen Körpereinsatz Erfolg haben kann, erfuhr Halle Berry (zuletzt mit Hugh Jackman in "X-Men 3" zu sehen) ein Jahr nach ihrem Ausflug ins Action-Genre. Für ihre Rolle im Südstaaten-Drama "Monster's Ball" - an der Seite von Billy Bob Thornton - bekam sie als erste afro-amerikanische Frau den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Doch in "Passwort: Swordfish" sind es ausschließlich die körperlichen Reize, die zählen. Weil sich der ebenso smarte wie brutale Gabriel Shear (Travolta, ab 25. Januar 2007 im Todd-Robinson-Drama "Lonely Hearts" im Kino) vorgenommen hat, die amerikanische Regierung um neun Milliarden illegale Dollar zu erleichtern, die im Cyberspace schlummern, trifft nun ein Potpourri an Persönlichkeiten aufeinander. Da Shear selbst nur Angst einflößend aussieht, aber keineswegs in der Lage ist, einen Code zu knacken, muss er den guten Menschen auf der falschen Seite des Gesetzes animieren, für ihn zu arbeiten. Dies tut er mit einem engen, roten Kleid, in dem seine Assistentin (Berry) steckt, an der silberne Creolen baumeln. Während dies für Hacker Stanley (Jackman) noch angenehm sein mag, muss er das Vorstellungsgespräch unter erschwerten Bedingungen durchstehen. Er bearbeitet energisch die Tastatur, um einen Regierungscode zu knacken, wird zeitgleich oral befriedigt und hat eine Pistolenmündung am Kopf ... Als wäre Regisseur Dominic Sena bewusst, wie dünn die Geschichte des unerfahrenen Drehbuchautors Skip Woods ist, stylt er bis zur Blumenvase alles durch und nutzt seine Erfahrung als gut bezahlter Videoclip-Regisseur bei der optischen Umsetzung. Der Film ist schnell, sehr schnittig und hat manchmal das dreckige Flair von Senas Kinodebüt "Kalifornia". Wirklich atemberaubend ist allerdings die Rundum-Kamerafahrt bei der ersten Explosion. Wie sich Hugh Jackmans Gesicht in einer rollenden Silberkugel spiegelt, das ist schon ein interessanter optischer Aspekt. Doch ein gut in Szene gesetzter Feuertanz zu Beginn macht noch keinen Actionfilm. Besonders dann nicht, wenn sich Dominic Sena nur für solche Momente viel Zeit lässt, während er anschließend in Windeseile verwirrend viele Personen vorstellt. Bernd Fetsch |
Passwort: Swordfish RTL 12.11.2006 20:15:00 |
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