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Slither

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Zombies scheinen es James Gunn besonders angetan zu haben. Der Drehbuchautor lieferte 2004 das Script zum Remake von George A. Romeros "Dawn of the Dead". Und auch in "Slither" (2006) werden seine Protagonisten von unbändigem Hunger auf frisches Menschenfleisch geplagt. Doch Gunns neuester Splatterstreifen - nach neun Jahren nahm der Drehbuchautor auch wieder einmal auf dem Regiestuhl Platz - erinnert vielmehr an die britische Horror-Komödie "Shaun of the Dead" (2004). Anstelle von verstörendem Zombiewahnsinn bietet "Slither" Slapstick, Splatter und Selbstironie. Weshalb man dem Film auch nicht übelnehmen kann, dass die Handlung eigentlich so wabberig ist wie der Glibber aus dem All, der nun auch auf DVD sein Unwesen treibt.

Irgendetwas stimmt nicht mit Grant Grant (Michael Rooker). Seit er eines Nachts von einem glibberigen Schleimfaden attackiert wurde, entwickelt der Redneck einen monströsen Hunger auf rohes Fleisch. Auch seinen lieben Nachbarn ist Grant nicht ganz abgeneigt, wenn es darum geht, seine kulinarischen Gelüste zu stillen. Hungrig streunt der äußerlich immer abstoßender aussehende Grant fortan durch das Südstaatenkaff Wheelsy und verteilt auf seiner kannibalischen Fresstour unheimlichen Schleim unter den Einwohnern. Bald ist das ganze Städtchen vom Blutdurst getrieben. Eigentlich wartet also viel schmutzige Arbeit auf Polizeichef Bill Pardy (Nathan Fillion). Doch der flirtet lieber mit seinem High-School-Schwarm Starla (Elisabeth Banks), Grants Ehefrau, da die doch nun keinen Mann mehr hat.

Mit "Slither" gelang James Gunn perfektes Popcornkino zweiter Klasse. Wenn man auch dankend auf Knabbereien verzichten möchte. Denn bei so viel Filmblut, platzenden Bäuchen und wabbernden Schleimmassen - auf DVD gestochen scharf und in satten Farben - vergeht einem schnell der Appetit. Woraus der extraterrestrische Schleimwurm tatsächlich besteht, wird im Bonusmaterial ausführlich geschildert. Selbst der Fabrikation des Filmbluts wurde ein eigenes Kapitel gewidmet.

Nina Hortig

bewertungsbox

bildformat 1,85:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (5.1); Englisch (5.1); Französisch (5.1)
untertitel Deutsch; Englisch; Französisch
extras Verpatzte und erweiterte Szenen; Featurettes: Special Effects, Kunstblut, Maske; Hinter den Kulissen
laufzeit 91 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 18 Euro
bewertung bild gut
bewertung ton gut
bewertung extras sehr gut

Credits:
(USA 2006, R: James Gunn, D: Nathan Fillion, Elizabeth Banks, Michael Rooker u.a.)


Super-Trash-B-Horrormovie - "Slither" besticht weniger durch ausgefeilten Plot oder hintersinnige Dialoge, wohl aber durch Selbstironie, Slapstick und Splatter.
Super-Trash-B-Horrormovie - "Slither" besticht weniger durch ausgefeilten Plot oder hintersinnige Dialoge, wohl aber durch Selbstironie, Slapstick und Splatter. (Universal Pictures)

Der Glibber aus dem All verwandelt die Einwohner von Wheelsy in ausgehungerte, fleischsüchtige Zombies.
Der Glibber aus dem All verwandelt die Einwohner von Wheelsy in ausgehungerte, fleischsüchtige Zombies. (Universal Pictures)

Es schleimt, stinkt und sieht nicht besonders appetitlich aus. Noch wissen die Bewohner von Wheelsy nicht, dass der außerirdische Glibber-Organismus äußerst gefährlich ist.
Es schleimt, stinkt und sieht nicht besonders appetitlich aus. Noch wissen die Bewohner von Wheelsy nicht, dass der außerirdische Glibber-Organismus äußerst gefährlich ist. (Universal Pictures)

Datum: 22.11.2006

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Diskussion: "Slither"

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Artikel ID 177949

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