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Good Night, and Good Luck
Good Night, and Good Luck.
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"Good Night, and Good Luck", das lässt sich mit Bedauern sagen, war Kassengift. Aber das sind Filme mit politischen Ambitionen ja oft. Hohe Wellen schlagen derartige Produktionen meist nur im öffentlichen Diskurs - und nicht am Ticketschalter. George Clooneys in Schwarzweiß gedrehtes Doku-Drama "Good Night, and Good Luck" (2005) präsentiert ein politisch brisantes Kapitel US-amerikanischer Geschichte mit Konzentration auf die Macht des Mediums Fernsehen. Anfang der 50er-Jahre begann der republikanische Senator McCarthy aus Wisconsin mit seiner ebenso demagogischen wie handfesten Jagd auf Kommunisten im Land. Dass es dabei mehr um die Erzeugung einer Atmosphäre der Angst ging als um eine wirkliche "kommunistische Gefahr" und dadurch nicht nur viele Amerikaner festgenommen wurden, die nie mit der kommunistischen Lehre oder Ähnlichem in Kontakt gekommen waren, sondern auch die damalige Vorgehensweise generell unrechtmäßig war, ist heute, mehr als 50 Jahre später, historische Tatsache. Wie sich ein engagierter Fernsehjournalist und sein Team aber schon in der damaligen Zeit in Gefahr begaben, indem sie die Politik des redegewandten Senators offen kritisierten, zeigt Clooneys Regiearbeit eindrucksvoll. Durch die Betrachtung des Mikrokosmos Redaktion gelingt Clooney eine atmosphärisch außerordentlich dichte Auseinandersetzung mit der medienpolitischen Situation der damaligen Zeit. Der in Deutschland bisher kaum bekannte David Strathairn spielt Edward Murrow - Kopf, Herz und Gesicht der Fernsehsendung "See It Now" des Senders CBS. George Clooney hat die Rolle des engsten Mitarbeiters von Edward Murrow, Fred Friendly, übernommen. Durchzustehen gab es einiges: Nachdem Murrow, schon damals eine Rundfunk-Legende, sich entschieden hatte, offene Kritik an McCarthys Vorgehen zu üben, indem er in seiner Sendung die Geschichte eines wegen seiner angeblichen Kommunisten-Kontakte entlassenen Luftwaffenpiloten erzählte, brachte er damit nicht nur sich und seine Redaktion, sondern auch CBS in Gefahr. Die nicht zu überschätzende Bedeutung der Hartnäckigkeit der damaligen Redaktion und deren standhaft vertretene Überzeugungen legten einen Grundstein für den politisch engagierten Journalismus. Dass eine solch ambitionierte und historisch wichtige Regie-Arbeit gerade von jemandem kommt, der als Hollywood-Beau gilt und dieses Image auch lange Jahre gern gepflegt hat, ist so überraschend aber nicht. Clooney engagiert sich seit Jahren für eine liberalere Politik in den USA und ist ein erklärter Gegner der Regierung von George W. Bush. Clooneys unter anderem mit dem "Cinema for Peace"-Award ausgezeichnetes Werk ist ein medienpolitisches Konzentrat, das auch auf dem kleinsten Bildschirm seine Botschaft in die Welt nicht schreit, nein, sondern mit Würde und Anstand entlässt. Als würde Edward Murrow höchstpersönlich dem Film wünschen: "Good Night, and Good Luck." In authentisch inszenierte Spielszenen in messerscharfen Schwarzweiß-Bildern wurde viel Originalmaterial eingebaut. Der Sound ist überzeugend und konzentriert sich auf die Frontboxen. Der ordentliche Zusatztteil bietet eine Menge exzellente Hintergründe und ausführliche Infos, darunter auch einen interessanten Audiokommentar von Clooney selbst. Claas Nielsen bewertungsbox
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Credits: |
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