(tsch) Welche Energie Angst freisetzen kann, ahnte niemand, bis "Die Monster AG" 2001 in die Kinos kam. Der Film erklärte, warum schreckliche Kreaturen vor der Zimmertür oder im Wandschrank auf ihre Opfer lauern: Die markerschütternden Schreie panischer Kinder dienen der Stadt Monstropolis zur Stromversorgung, und die Tür ist der Übergang in die Welt der Monster. ProSieben wiederholt nun den animierten Kinoknaller von Peter Docter, David Silverman und Lee Unkrich.
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Je lauter das Angstgebrüll, desto voller die Energieflaschen der "Monster AG". Mit dem Erschrecken von Kindern lässt sich folglich in Monstropolis Karriere machen. Einer, der es darin zur Meisterschaft gebracht hat, ist der riesige, aber liebenswerte Sulley, der taffe "Mitarbeiter des Monats". Dabei sieht der vermeintliche Albtraum für Kinder eigentlich ganz kuschelig aus mit seinem himmelblauen Pelz, den Kulleraugen und den kleinen Hörnchen am Kopf. Nur wer ihn bei der Arbeit sieht, kauft ihm den Superschrecker ab.
Der Schurke in dieser Gut-Böse-Disneywelt ist der schleimige Randall. Er will seinen Konkurrenten Sulley ausschalten und wartet auf seine Stunde. Und tatsächlich unterläuft dem Kuschelmonster Sulley ein fataler Fehler: Durch seine Trotteligkeit gelangt ein Kind in die Monsterwelt. Gemeinsam mit seinem Freund Mike, eine Art Smiley mit Zyklopenauge, versucht er, das Mädchen so lange zu verstecken, bis er es zurückbringen kann. Dabei gewinnt er die zutrauliche Kleine lieb, und das obwohl jedes Monster weiß, dass Kinder giftig sind.
Keine Frage: "Die Monster AG", die sagenhafte 3,3 Millionen Kinofans in Deutschland sahen, ist ein unbedingter Einschalttipp. Spritzige Dialoge, rasante Verfolgungsjagden und ein gigantischer Showdown auf dem Türen-Fließband machen den Film zu äußerst gelungener, witzig-frecher Unterhaltung. Zuletzt lockten "Die Unglaublichen - The Incredibles" (2004) aus dem Hause Disney / Pixar weit über drei Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos.
Jan Treber
Erschrecken ist Monster-Sache: Absolute Fachleute auf diesem Gebiet und auf dem ersten Platz der Monsterschreck-Rangliste sind das haarige Monster Sulley und dessen grüner Kumpel Mike (links). (ProSieben / Buena Vista Pictures)
Der hinterhältige Randall (links), der noch dazu die Fähigkeit hat, sich unsichtbar machen zu können, hegt einen grausamen Plan. Noch haben Sulley (rechts) und Mike keine Ahnung, was ihr unsympathischer Kollege vorhat. (ProSieben / Buena Vista Pictures)
Dieses kleine, harmlose Mädchen ist der Grund für die ganze Aufregung, denn in Monstropolis ist man fest davon überzeugt, dass Menschenkinder zu den gefährlichsten Wesen überhaupt zählen. (ProSieben / Buena Vista Pictures)
Datum: 18.12.2006
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