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Der Herr der Ringe - Die Gefährten

Der Herr der Ringe - Die Gefährten

(tsch) Man muss nicht in Galadriels Spiegel blicken, um vorherzusehen, dass abermals Millionen von Zuschauern den ersten Teil der "Herr der Ringe"-Saga einschalten werden. Sonderbar ist das trotzdem. Denn ein Großteil der Fans dürfte den Film ohnehin zuhause im DVD-Regal stehen haben. Die Frage muss also lauten: Wissen wir etwa nichts mit der durch unsere Sammelwut gewonnen Programm-Freiheit anzufangen? Oder sehnen wir uns insgeheim zuweilen doch nach einem Diktat der Sender, weil wir keinen Bock darauf haben zu entscheiden, welche der zahllosen Silberlinge im Player landen soll? Für diese Bequemlichkeit nehmen wir im Falle von "Die Gefährten", den RTL nun wiederholt, sogar eine gute halbe Stunde Werbung in Kauf. Verstehe das, wer will ...

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Natürlich ist "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" der absolut großartigste Film, der während der Weihnachtsfeiertage ausgestrahlt wird - was angesichts des Wiederholungs-Status traurig genug ist. Atmosphärische Superkulisse in Neuseeland, tapfere Hobbits, erhabene Elben, witzige Zwerge, ein garstig mutierter Ex-Hobbit vom Flussvolk, grantelnde Orks, rauschebärtige Zauberer, ein flammender Bösewicht mit seltsamer Vorliebe für Goldschmuck, ein Schatten aus der Dunkelheit und viele furiose Gemetzel - Peter Jacksons Oscar-überschwemmtes Drei-Stunden-Epos begeistert nicht nur Tolkien-Fans, sondern reißt auch gestandene Fantasy-Verachter in seinen Bann.

Keine Frage: "Herr der Ringe" ist großes Kino in Reinformat. Mehr scheint kaum möglich - zumal das Budget von rund 300 Millionen Dollar ungefähr dem Staatshaushalt einer Bananenrepublik entsprach. Aber das finanzielle Risiko und die gut 18-monatigen Dreharbeiten haben sich für das Filmstudio Warner gelohnt: Rund drei Milliarden Dollar spielte die Trilogie weltweit ein - die Kohle aus dem Merchandising-Geschäft, dem Lizenzhandel und der DVD-Vermarktung nicht miteingerechnet. Verkaufszahlen will Warner im Übrigen nicht nennen. Man lehnt sich zurück, schweigt und genießt ...

Gleiches sollte der Zuschauer auch machen. Für die lange Reise mit Frodo (Elijah Wood), Aragorn (Viggo Mortensen), Legolas (Orlando Bloom) und Gandalf (Ian McKellen) empfiehlt es sich, das Fernsehtischchen mit einer großen Portion Elbenbrot einzudecken. Oder sich das Meisterwerk gleich in der gut vierstündigen Extended Edition auf DVD zu besorgen. Dann kommt man werbefrei in den Genuss dieser grandiosen Odyssee durch die Welt von Mittelerde, das vom finsteren Herrscher Sauron bedroht wird. Der giert nach dem einen Ring - "sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden" ... Mehr Worte muss man eigentlich nicht verlieren.

Gerd Hilber



Ein Gesicht, das heute jedes Kind kennt: Elijah Wood spielt in allen drei "Herr der Ringe"-Verfilmungen den Ringträger Frodo Beutlin.
Ein Gesicht, das heute jedes Kind kennt: Elijah Wood spielt in allen drei "Herr der Ringe"-Verfilmungen den Ringträger Frodo Beutlin. (Warner / RTL)

Der Zauberer Gandalf (Ian McKellan) begleitet die Gefährten auf ihrer Reise ins Lande Mordor, wo die Schatten drohen. Dort soll der Ring vernichtet werden.
Der Zauberer Gandalf (Ian McKellan) begleitet die Gefährten auf ihrer Reise ins Lande Mordor, wo die Schatten drohen. Dort soll der Ring vernichtet werden. (Warner / RTL)

Die wunderschöne Liv Tyler kämpft als tapfere Elbin Arwen an der Seite Frodos (Elijah Wood, vorne) für das Gute.
Die wunderschöne Liv Tyler kämpft als tapfere Elbin Arwen an der Seite Frodos (Elijah Wood, vorne) für das Gute. (Warner / RTL)

Datum: 03.12.2006

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