(tsch) Mit einem Budget von rund 125 Millionen Dollar zählt das zehnteilige Weltkriegs-Drama "Band of Brothers" zu den teuersten und aufwändigsten Fernseh-Serien aller Zeiten. Für die "New York Times" läutete sie 2001 gar eine "neue Ära der TV-Unterhaltung" ein. Verantwortlich für die monumentale HBO-Produktion, die RTL II nun immer sonntags in Doppelfolgen wiederholt, sind Hollywoods Oscar-Garanten Steven Spielberg und Tom Hanks, die schon in ihrem mehrfach ausgezeichneten Anti-Kriegsfilm "Der Soldat James Ryan" (1998) die Thematik des "D-Day" aufgegriffen hatten.
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So kommt das mit sechs Emmys und einem Golden Globe prämierte "Band of Brothers" inhaltlich wie stilistisch einem Ableger des Kinofilms gleich. Qualität, die ihren Preis hat: "Es gibt einen billigeren Weg, so etwas zu machen", räumte Produzent Tom Hanks ein, der auch als Regisseur auftrat, "aber das würde der Zuschauer genau sehen".
Recht hat er. Bis ins kleinste Detail und ohne überflüssigen Pathos beleuchten Spielberg und Hanks in den einzelnen Episoden von "Band of Brothers" den Werdegang der Fallschirmspringer-Kompanie "Easy" - angefangen im strengen Ausbildungslager im US-Bundesstaat Georgia 1942 über die beiden Alliierten-Offensiven "Market-Garden" und "Rhein" (1944) bis hin zur Befreiung eines Konzentrationslagers und zur Stürmung von Hitlers "uneinnehmbarem" Adlerhorst in Berchtesgaden (1945). Jede der knapp einstündigen Folgen wird dokumentarisch von Gesprächen mit noch lebenden "Easy"-Veteranen eingeleitet, die - wie es scheint - bis heute ihre Erfahrungen nicht verarbeiten konnten. Spielberg zeigt in blutigen und schockierenden Einstellungen, warum das so ist.
Des Weiteren bestechen die Schauspieler, die vor den Dreharbeiten ein zweiwöchiges Boot-Camp-Training durchlaufen mussten und wegen ihrer Ähnlichkeit zu den realen Vorbildern ausgewählt wurden, durch glaubwürdige Darstellungen - allen voran Damian Lewis, der die Meute kommandiert und selbst in der Ardennen-Offensive der Wehrmacht einen kühlen Kopf bewahrt. Aber auch Ron Livingston und "Friends"-Star David Schwimmer wissen zu überzeugen.
Gerd Hilber
Inhaltlich und stilistisch orientiert sich "Band of Brothers" am Kinofilm "Der Soldat James Ryan". (RTL II / HBO)
Captain Winters (Damian Lewis, links) und Captain Nixon (Ron Livingston) sehen dem nächsten Tag, dem D-Day, mit gemischten Gefühlen entgegen. (RTL II / HBO)
Captain Sobel (David Schwimmer, links) schickaniert seine auszubildende Einheit, wo er nur kann. (RTL II / HBO)
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