logo
Anzeige
Cineastentreff Kino Film Neue Platten - Musik News Kino Film B.Fuse - Twisted Reality
B.Fuse - Twisted Reality

B.Fuse Twisted Reality

Anzeige

 

Von Drum & Bass hört man ja gar nicht mehr so viel. Eigentlich seltsam - immerhin ist das die Musikrichtung, die die klügere Variante des Dancefloors seinerzeit gewissermaßen in den Mainstream einführte. Platten wie Kruder & Dorfmeisters "DJ Kicks" schafften den Sprung aus den Plattenkoffern der Bescheidwisser in die Wohnzimmer der Young Urban Professionals, und wenn LTJ Bukem irgendwo auflegte, kamen selbst in einer nicht besonders trendverdächtigen Stadt wie München eben mal gute 2.000 Leute zum Feiern.

B.Fuse nun brachte in Wasserburg zuletzt 15.000 Besucher zum Tanzen. Das sagt zumindest der Beipackzettel von "Twisted Reality". Das sind mehr, als in dieser Stadt wohnen, sagt Wikipedia. Details, die wir hier nicht weiter kommentieren wollen, zumal die sonstigen Rahmenbedingungen ganz ordentlich sind: Oben erwähnter LTJ Bukem hat Zeug von B.Fuse im Plattenkoffer, wenn er auf Reisen geht, Genre-Legende Nookie ist ebenfalls Fan.

Hört man "Twisted Reality", so verwundert das kaum, denn auch B.Fuse ist ein Traditionalist im besten Sinne. Für heutige Hörgewohnheiten unglaublich schnell, kommen da die Breakbeats, was aber gut ist - denn um so atmosphärischer wirken die ruhigeren Parts. Dass Hannah, die Gast-Vokalistin auf dem Opener "Just Want To Be With You" eher nach House klingt, sorgt für die nötige Zeitlosigkeit, für den Bezug zur Moderne. Dass dieser in den weiteren 35 Minuten etwas verloren geht, dass sich B.Fuse manchmal etwas in Allgemeinplätzen verliert, liegt vermutlich in der Natur des Genres. Da zehn Jahre nach dem Peak noch Neues zu finden, ist halt schwierig.

Jochen Overbeck


Datum: 27.12.2006

Facebook aktivieren

Diskussion: "B.Fuse - Twisted Reality" lesen

Lesen Sie doch auch die Diskussion in unserem Forum zu "B.Fuse - Twisted Reality".

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten:

    Frank Black: Honeycomb
    Frank Black hat sein bestes Album seit den frühen Tagen der Pixies aufgenommen: tolle Songs, wunderschöne Arrangements und - nein, nicht die alte Spannung zwischen Pop-Ohrwurm und Punk-Wutausbrüchen. Statt ...

    Johnny Cash
    "We'll meet again", versprach Johnny Cash im letzten Lied seines Albums "The Man Comes Around" 2002, und tatsächlich macht die Vorstellung, eines Tages im Jenseits zufällig Johnny Cash in die Arme zu laufen, ...

    Bon Jovi - Lost Highway
    Wer beim Titel "Lost Highway" befürchtet, Bon Jovi könnten auf ihre alten Tage noch zu psychedelisch-durchgeknallten Art-Poppern mutiert sein, kann sämtliche David-Lynch-Assoziationen getrost wieder vergessen. ...

    Johnny Cash - Personal File
    Cash - es wurde viel Geld gemacht mit diesem Namen. Wenig, ganz wenig Herausragendes war darunter. Nun aber hergehört, all jene, die Johnny Cash schon mochten und schätzten, bevor die Vermarktungsmaschinerie ...

    Frank Black - Fast Man Raider Man
    Er kann nicht mit, er kann nicht ohne. Frank Black braucht die Abwechslung, braucht die Pixies, verstößt sie, macht Soloalben, findet sein Glück bei den Catholics als Begleitband, spielte nun 26 Lieder ...

    No Country For Old Men
    Drei Jahre nach dem eher als Enttäuschung gewerteten "Ladykillers" untermauern Joel und Ethan Coen nun wieder mit "No Country for Old Men" ihren Ruf als Meisterregisseure. Mit ihrer zwölften Regiearbeit ...


 
Anzeige
livedome
Konzert-DVD im Stream
Gentleman
Gentleman am 27.04. ab 20.00 Uhr als » Musikstream

Anzeige
.
Partner von Fantastic Zero


itemid = 74 - id = 2431 - task = view - option = com_content - limitstart= 0