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Joana Zimmer - The Voice In Me

Joana Zimmer The Voice In Me

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Joana Zimmer hat ganz großes Talent, gar keine Frage. Ihre Céline-Dion-gleiche Stimme ist voluminös, durchdringend, und sie besitzt einen gehörigen Wiedererkennungswert. Dass sie aber auch Songs selbst schreiben kann, konnte sie für die Ohren der Öffentlichkeit bisher noch nicht unter Beweise stellen. Sie würde gerne, aber ein wenig Zeit will ihr das Produzententeam noch lassen: Auch für ihr zweites Album "The Voice In Me" steuerte Joana kein komplett eigenes Lied bei. Dafür aber hielt sie ausführlich Rücksprache mit den Songwritern. Die Platte soll schließlich trotz allem von ihr und ihrer Geschichte erzählen, ihre innere Stimme für alle hörbar machen und klarstellen: "Mein Ziel ist eine Weltkarriere."

Joanas Selbstbewusstsein, ihre Hartnäckigkeit und die Offenheit sind dabei Gold wert. Die von Geburt an blinde Sängerin wirkt außerordentlich stark, lernte früh, mit ihrem Handicap umzugehen und setzt all ihre Kraft in die Musik. Genau das versucht sie auch in den 13 Songs zu vermitteln. Sie packt ihre Emotionen hinein, bewegt mit Mid-Tempo-Tracks wie "If It's Too Late" auch mal zum Popo-Wackeln und bedient damit eine breite Masse an Pop-, aber auch Schlagerliebhabern. Beweis genug ist die im Frühjahr 2005 erschienene Debütsingle "I Believe (Give A Little Bit)" aus dem Album "My Innermost", die bis auf Platz zwei der Charts kletterte.

Eineinhalb Jahre später präsentiert die gebürtige Freiburgerin also ihren Zweitling "The Voice In Me". Wirklich hörbar geändert hat sich darauf nichts - warum sollte es, wenn das mit der Karriere so auch klappt? Das Mitmischen namhafter, aber so unterschiedlicher Texter wie Burt Bacharach (Tom Jones), Desmond Child (Kelly Clarkson) oder Marcella Detroit (Eric Clapton) beeindruckt durchaus. Sie setzten sich daran, das Album nicht langweilig zu gestalten und bauten jede Menge instrumentalische Elemente wie Akkordeons oder Streicher ("Don't Touch Me There") mit ein. Dennoch: Die Songs wirken wie ein seltsam zäher Brei aus leider zu viel Ballade und viel zu wenig Pep. Dabei kann Joana auch echt jazzy sein! Das würde ihre facettenreiche Stimme fordern und somit sogar besser zur Geltung bringen. Immerhin ist sie jahrelang in Jazzclubs aufgetreten, kennt das Business also. Vielleicht sollten die Plattenbosse Joana beim nächsten Album doch mal lieber mehr selbst ran lassen. Wer weiß, was sich da noch für Talente verbergen?

Julia Schöppner


Datum: 31.12.2006

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Diskussion: "Joana Zimmer - The Voice In Me"

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