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Thrillville

Disneyland war gestern

Die "Rollercoaster Tycoon 3"-Entwickler von Frontier beglücken nun auch PS2- und PSP-Zocker mit einer vergnüglichen Theme-Park-Simulation, bei der jede Attraktion persönlich getestet werden kann.

(tsch) Ende der Spaßgesellschaft? Von wegen! Als Manager eines Vergnügungsparks erleben "Thrillville"-Spieler einen nicht nur grafisch bunten Genre-Mix. Action-, Wirtschafts- und Aufbau-Elemente halten sich auf der PS2 und PSP die Waage und sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.

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Das liegt größtenteils daran, dass es neben dem Gestalten und der Budgetierung des eigenen Vergnügungsparks auch zu den Aufgaben des Managers gehört, die eigenen Fahrgeschäfte auf Herz und Nieren zu prüfen. Deshalb bietet "Thrillville" diverse Spiele im Spiel. So kann man in der Wirtschafts- und Aufbau-Simulation im Comic-Stil nebenbei Go-Kart-Fahren, Achterbahnen testen, Mini-Golfen und vieles mehr.

Der Herr über all dieses Amüsement ist Onkel Mortimer. Der Erfinder der skurrilsten Fahrgeschäfte der Welt scheint etwas überfordert, sprengt er doch in der ersten Cutscene fast sein Versuchslabor. Er hält große Stücke auf die kreative Ader des Spielers und macht diesen prompt zum Park-Manager. Aber, so warnt er, Vergnügen ist eine ernste Angelegenheit ...

Aus Dutzenden von Charakteren kann man sich sein Alter Ego auswählen. Auch Frisur und Kleidungsstil lassen sich den eigenen Wunschvorstellungen entsprechend ummodellieren. Dann gilt es, die perfekte Vergnügungswelt zu bauen. Fröhliche Besucher sorgen für einen erfolgreichen Park, so Mortimers Philosophie. Deshalb muss sich der Rummel-Erbauer mit den Besuchern unterhalten, um deren Anregungen zu erfahren und um sie als Freunde zu gewinnen. Dabei werden die Dialoge nicht nur in Textkästen angezeigt, sondern gesprochen.

Auf leeren Flächen ist Platz für neue Fahrgeschäfte. Die Baukapazitäten werden allerdings nicht nur durch den Raum beschränkt, sondern auch durch den zur Verfügung stehenden Strom. Woanders gilt: "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen". Bei "Thrillville" nimmt man das lockerer: Um das Startkapital zu verdienen, muss der Spieler die Fahrgeschäfte testen und beispielsweise bei rennspielartigen Einlagen Erster werden oder auf dem Trampolin Kunststückchen darbieten. Diese Mini-Spiele lassen sich auch separat zu viert zocken!

Um den Cashflow weiter anzukurbeln, sollte das Geld gut angelegt werden, beispielsweise in Werbekampagnen, Krediten, neuen Mitarbeitern und Forschung. Nicht nur die schrägen Ideen Onkel Mortimers ziehen die Gäste magisch an - faire Preise sorgen ebenfalls dafür, dass "Thrillville" eine vielbesuchte Attraktion wird.

Allein ist diese Aufgabe nicht zu bewältigen. Der Manager braucht gutes Personal: Platzwarte, um den Müll wegzuschaffen, Mechaniker, um die Sicherheit der Fahrgeschäfte zu garantieren und Entertainter, um die Besucher zu unterhalten. Indem er seinen Mitarbeitern zeigt, wie es geht, bildet der Manager diese aus. Natürlich in Form von Spielen. So gilt es beispielsweise als Groundskeeper, das Gelände von Dosen und Müll zu reinigen. Und natürlich von den stummen Zeugen der wilden Achterbahnfahrten - Zitat: "Wasche einige Sekunden lang, um den Bereich von allem Erbrochenen zu säubern."

Die Macher von "Thrillville" sind alles andere als Neulinge: Frontier Developments zeichnete bereits für "Rollercoaster Tycoon 3" verantwortlich - und das merkt man überdeutlich. Auch "Thrillville" überzeugt mit originellem, vielseitigem Gameplay und - für PS2-Verhältnisse - Top-Grafik. Wer also bislang immer neidisch auf den PC äugte, kann nun endlich selbst Achterbahn-Manager werden.

Michael Eichhammer




Datum: 31.12.2006

Diskussion: "Thrillville"

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