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Neil Young: Heart of Gold

Neil Young: Heart of Gold

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Er besang das "Cinnamon Girl", den "Sugar Mountain" und natürlich das "Heart of Gold". 1969 feierte er beim Woodstock Festival an der Seite von David Crosby, Stephen Stills und Graham Nash, im Laufe der Jahrzehnte wurde er ohne Zweifel zur Legende. Doch Neil Young, dessen aktuelles Album "Living With War" eine wütende Abrechnung mit der Dummheit und Ignoranz der Menschen (besonders der US-Politiker) ist, hat etwas zu sagen. Er ist ein Musiker von Größe und Relevanz. Jonathan Demme ("Das Schweigen der Lämmer") hat ihm für den Dokumentarfilm "Neil Young: Heart of Gold" (2006), der nun nach bescheidenem Kinoerfolg als DVD erscheint, über die Schulter geschaut.

Nicht das erste Mal arbeiteten die beiden Ausnahmetalente Demme und Young zusammen: Nach "Philadelphia" und den "Complex Sessions" (Musikvideo über Neil Young) kooperierte der US-amerikanische Oscar-Preisträger Demme zum bereits dritten Mal mit dem Kanadier Neil Young. Man merkt, dass sich die beiden schon vor der Produktion kannten. Denn das, was da in "Neil Young: Heart of Gold" gezeigt wird, wirkt authentisch und einfach schön anzusehen. Es ist das Porträt eines Musik-Urgesteins, das sich ständig neu erfindet, das sich niemals in eine Schublade stecken lässt.

Nachdem im Film Weggefährten und Freunde Youngs, wie die Countrysängerin Emmylou Harris, Ehefrau Pegi, Keyboarder Spooner Oldham und der Gitarrist Ben Keith zu Wort gekommen sind und rückblickend über den außergewöhnlichen Musiker geplaudert haben, startet die Premiere der "Prairie Wind"-Tournee. Lässig und voller Freude sitzt Neil Young dabei auf dem Hocker in der Mitte der Bühne mit seiner Gitarre in der Hand und präsentiert emotionale, folk-rockige Songs aus vergangenen sowie gegenwärtigen Tagen.

Mit Ellen Kuras' Kameraführung ("Dave Chappelle's Block Party"), der Farbgebung der Aufnahmen und dem absichtlich nicht überladen dargestellten Konzert ist der Dokumentarfilm sowohl musikalisch als auch optisch ein Leckerbissen nicht nur für Neil-Young-Anhänger. Das applaudierende Publikum bleibt dabei stets im Hintergrund, wichtig war dem Regisseur einzig der Künstler. Und natürlich dessen Musik, die mit einem extrem dynamischen DTS-Mix fein ausbalanciert wiedergegeben wird. Der Sound ist sowohl kräftig als auch detailreich und erzeugt ein feines Konzertgefühl. Ein weiterer Pluspunkt der Doppel-DVD ist das gut zusammengestellte Bonusmaterial mit Hintergründen, Bonussongs und Neil Youngs Auftritt in der Johnny-Cash-Show 1971.

Julia Schöppner

bewertungsbox

bildformat 1,85:1 (anamorph)
sprachen Englisch (DTS / 5.1)
untertitel Deutsch, Englisch, Französich, Spanisch, Italienisch, Türkisch, Griechisch, Serbisch, Arabisch
extras Bonussongs; Rehearsal Diaries; Ausführliche Featurettes
laufzeit 99 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 18 Euro
bewertung bild gut
bewertung ton sehr gut
bewertung extras sehr gut

Credits:
(USA 2006, R: Jonathan Demme, D: Neil Young, Emmylou Harris, Grant Boatwright u.a.)


Jonathan Demme porträtiert in seinem Low-Budget-Dokumentarfilm "Neil Young: Heart of Gold" einen der größten Musiker aller Zeiten.
Jonathan Demme porträtiert in seinem Low-Budget-Dokumentarfilm "Neil Young: Heart of Gold" einen der größten Musiker aller Zeiten. (Paramount)

Seit über 40 Jahren macht Neil Young schon Musik. Eine Legende? Gewiss!
Seit über 40 Jahren macht Neil Young schon Musik. Eine Legende? Gewiss! (Paramount)

Auch Emmylou Harris, die bekannte Country-Sängerin, meldet sich in "Neil Young: Heart of Gold" zu Wort.
Auch Emmylou Harris, die bekannte Country-Sängerin, meldet sich in "Neil Young: Heart of Gold" zu Wort. (Paramount)

Datum: 05.01.2007

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Artikel ID 180007

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