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Der Spion, der mich liebte

James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte

(tsch) Er kann einem wirklich leidtun, der Roger Moore. Plötzlich will ihn niemand mehr so recht gemocht haben in seiner Rolle als James Bond, die er seit 1973 insgesamt in sieben Filmen übernahm. Die ewige Rangliste der beliebtesten Bonds führt freilich in so gut wie jeder Umfrage Sean Connery an, ihm folgt Pierce Brosnan. Und nun liegt Daniel Craig nach nur einem einzigen Film sogar schon vor Roger Moore. Dabei wird schnell vergessen, dass der gebürtige Londoner Anfang der 70er-Jahre die Kinoreihe nicht nur aus einer inhaltlichen Krise führte, sondern seinen Teil dazu beitrug, sie zu modernisieren und den damals neuen Sehgewohnheiten anzupassen. Ein gutes Beispiel dafür ist "Der Spion, der mich liebte" (1977), den nun das Erste wieder einmal im Programm hat.

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Es war die Zeit, als im Kino zunehmend Actionkomödien reüssierten. Bond, daran hatte damals kaum jemand Zweifel, musste lockerer, lustiger werden. So wie die Figur heute mit Daniel Craig auf "kühler Actionheld" gebürstet wird, so war es damals an der Zeit, dem herben Chauvi Connery Einhalt zu gebieten.

"Der Spion, der mich liebte", Moores dritter Auftritt, machte jedoch nicht nur durch seinen Hauptdarsteller Schlagzeilen. An kaum eine Figur aus der Reihe erinnert man sich so wie an den mörderischen "Beißer" (im Original: "Jaws"), der des Öfteren mit seinem Metallgebiss zupackte und damit nicht nur Menschen, sondern auch Haie zur Strecke brachte. Darsteller Richard Kiel wurde durch diese Rolle in "James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte" (Regie: Lewis Gilbert) so berühmt, dass er drei Jahre später in "Moonraker" wieder zubeißen durfte.

Kiel, Jahrgang 1939, wurde erst unlängst wieder bei einer Fan-Wahl zum beliebtesten Schurken aller Zeiten in Bond-Filmen gewählt. Im Kino ist der vierfache Vater kaum noch zu sehen. Er besitzt jedoch eine Produktionsgesellschaft, betätigt sich als Autor und tritt bei Fan-Conventions auf. Im Gespräch ist er zudem für eine Rolle in der Kinoadaption der TV-Reihe "The A-Team", die 2008 gedreht werden soll.

In "Der Spion, der mich liebte" arbeitet der Riese (Kiel misst 2,14 Meter) mit dem Stahlgebiss für den größenwahnsinnigen Reeder Stromberg (Curd Jürgens). Der wiederum plant, die Menschheit in einen Atomkrieg zu verwickeln, um anschließend in seiner eigens gebauten Unterwasserwelt vor der Küste Sardiniens eine neue Zivilisation zu gründen.

"Der Spion, der mich liebte" gehört zu den Top-Filmen der Reihe. Hervorragende Darsteller, eine aufwändige technische Ausstattung und vor allem ein einfallsreich geschriebenes Drehbuch setzen dem Action-Abenteuer einen Meilenstein in der Geschichte des Superagenten.

Tom Ruder


James Bond (Roger Moore) und seine russische Kollegin Anya Amasova (Barbara Bach) sehen sich in einen alten ägyptischen Tempel mit einem schrecklichen Killer konfrontiert.
James Bond (Roger Moore) und seine russische Kollegin Anya Amasova (Barbara Bach) sehen sich in einen alten ägyptischen Tempel mit einem schrecklichen Killer konfrontiert. (ARD / Degeto)

James Bond (Roger Moore, links) kämpft mit dem Killer "Beißer" (Richard Kiel).
James Bond (Roger Moore, links) kämpft mit dem Killer "Beißer" (Richard Kiel). (ARD / Degeto)

James Bond (Roger Moore) fährt mit einem Wassermotorrad neuen Abenteuern entgegen.
James Bond (Roger Moore) fährt mit einem Wassermotorrad neuen Abenteuern entgegen. (ARD / Degeto)

Datum: 13.01.2007

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Artikel ID 178966

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