(tsch) Es scheint, als habe sich auch der smarte Denzel Washington, zuletzt in "Déjà Vu" im Kino zu sehen, mit Hau-Drauf-Rollen angefreundet. Unter der Regie von Tony Scott, einem Mann, der immer schon gerne harte Thriller mit seiner Videoclip-Ästhetik inszenierte, spielt Washington einen Bodyguard, der zum Mörder wird. Aber ist das wirklich die richtige Terminologie? In der ProSieben-Free-TV-Premiere "Mann unter Feuer" (2004) soll das nun in Frage gestellt werden.
Anzeige
Creasy (Washington) ist ein Mann, der mit dem Leben abgeschlossen hat. Der ehemalige CIA-Agent glaubt tatsächlich, dass nicht nur sein alter Kumpel Rayburn (Christopher Walken), sondern auch Johnny Walker sein bester Freund ist. Zumindest der Erstere verschafft ihm einen neuen Job in Mexiko. Er soll ein kleines Mädchen (Dakota Fanning) beschützen, denn in letzter Zeit gab es wieder zahlreiche brutale Entführungen, die meistens mit dem Tod der Geisel endeten.
Zunächst nimmt der schroffe Creasy den Job nur widerwillig an und haust in einem spartanisch eingerichteten Zimmer in der prächtigen Villa des US-Industriellen Samuel Ramos (Jennifer Lopez-Gatte Marc Anthony), dessen Tochter von den Eltern so vernachlässigt wird wie sie neugierig und lebensfroh ist.
Die anfängliche Qualität des Films resultiert aus der Erwartungshaltung des Zuschauers. Jeder weiß aufgrund des martialischen Titels, dass es sich hier um einen harten Rachethriller handelt. Doch es passiert nichts. Zumindest die erste Stunde lang. Da geht es um den stumpfen Neu-Bodyguard, der dachte, er könne seinen Job ohne Gefühle durchziehen. Doch die Kleine bringt ihn zum Lachen, lässt nicht locker und möchte seine beste Freundin werden.
Und es gelingt: Creasys Hülle wird geknackt, er trainiert mit ihr für die Schwimmmeisterschaft der Schule und übt mit ihr verspielt für den Ernstfall. Eine schon fast kitschige Szene zeigt die kleine Pita Ramos, wie sie ihrem großen Beschützer eine Blume schenkt. Anrührend? Leider kaum. Zu sehr inszenierte Tony Scott auf dem Reißbrett. Keine Szene des Films wirkt natürlich, alles scheint nur auf ein Ziel hinzuführen: Eine Rechtfertigung für das, was der plötzlich als Gutmensch hingestellte Creasy (der sogar die Bibel zitiert!) in der zweiten Filmhälfte anrichtet.
Sein Schützling wird entführt, er selbst mit mehreren Schüssen niedergestreckt. Als eine Lösegeldübergabe scheitert, sieht der sonst so lethargische Ex-Agent rot. Ein Bösewicht nach dem anderen wird auf die fantasievollste, aber immer brutalste Weise umgebracht. Wie, soll hier nicht wiedergegeben werden. Aber Rache ist ein dankbares Thema in den USA allgemein und in Hollywood speziell.
Bernd Fetsch
Der ausgebrannte Ex-CIA-Agent Creasy (Denzel Washington) kommt nach Mexiko, um als Bodyguard der zehnjährigen Pita zu jobben. (ProSieben / Epsilon Motion Pictures)
Nach anfänglicher Ablehnung baut Creasy (Denzel Washington) eine innige Beziehung zu Pita (Dakota Fanning) auf. Als das Mädchen entführt wird, schwört er bittere Rache. (ProSieben / Epsilon Motion Pictures)
Nach der Entführung seines kleinen Schützlings, startet Creasy (Denzel Washington) einen gnadenlosen Rachefeldzug. (ProSieben / Epsilon Motion Pictures)
Leider kann man die Menschen ja in aller Regel nicht mehr danach fragen, was in den letzten Augenblicken vor ihrem Ableben in ihnen vorging. Doch stimmt die Rede vom inneren Film, der vor dem Exitus abläuft, ...
Ja, er kam zurück, der Terminator. Im Frühsommer war "Terminator: Die Erlösung" mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 369 Millionen US-Dollar allen Unkenrufen zum Trotz abermals ein Erfolg. Die ...
Die Rolle des „X-Men“-Mutanten Wolverine machte Hugh Jackman zum Star. Er hatte das Glück, dass gerade seine Figur für aufregend genug befunden wurde, um einen eigenen Film zu bekommen. Das Prequel „X-Men ...
AKTUELLE ERGÄNZUNG VOM 3.1.2010: "Titanic"-Regisseur James Cameron hat´s wieder allen gezeigt: Nach nur drei Wochenenden hat "Avatar" bereits über eine Milliarde Dollar weltweit eingespielt. Schon jetzt ...
Das „Star Trek“-Universum hatte dringend eine Verjüngung nötig. Damit sind nicht bloß mehr Effekte gemeint, nein, der mittlerweile fast 50 Jahre alte SciFi-Klassiker musste sich wirklich verändern, um ...
Mehr Transformers, schnellere Schnitte, bombastischere Action und noch mehr atemberaubende Effekte gab es in Michael Bays „Transformers – Die Rache“, dem zweiten Teil seiner Spielzeug-Action-Zerstörungsorgie. ...
Anzeige
Konzert-DVD im Stream Gentleman am 27.04. ab 20.00 Uhr als » Musikstream