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Cube Zero erklärt den Mythos

Cube Zero

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Der surreale Tötungswürfel "Cube" erreichte 2000 Kultstatus - das Sequel "HyperCube" sollte dann Aufschluss über die Hintermänner der perfiden Mordmaschine geben. Allerdings wurde lediglich die gleiche Geschichte noch einmal erzählt - freilich hatte man ein höheres Budget zur Verfügung und dadurch auch schickere Effekte. Dennoch versandete der Film im technisierten Nirvana. Ernie Barbarash hatte damals das Drehbuch geschrieben und war höchst unzufrieden mit dem Ergebnis. Also setzte er sich noch einmal an den Schreibtisch und schrieb "Cube Zero" (2004). Der dritte Teil der Würfel-Saga erscheint jetzt als DVD-Premiere.

Da Ernie Barbarash nichts dem Zufall überlassen wollte, übernahm er für "Cube Zero" auch die Regie und schaffte es in der Tat, einen originellen Film zu drehen. Die Klasse des Originals bleibt zwar auch hier unerreicht, aber immerhin erweist sich der dritte Teil als würdige Vorgeschichte, die es schafft, eine glaubwürdige Betreiber-Konstellation zu etablieren.

Zur Erinnerung: In "Cube" fanden sich sechs Leute in einen Würfel wieder, der wiederum aus Würfeln besteht. Ohne Grund scheinen die Menschen in eine ausweglose Situation gebracht. Die Würfel bewegen sich nicht nur, sie bergen auch hinterhältige, ausgeklügelte Fallensysteme. Um zu überleben, müssen die Gefangenen gemeinsam den Ausgang, der sich hinter einem raffinierten mathematischen Rätsel verbirgt, finden.

An diesem Punkt setzt die Story von "Cube Zero" ein: Der Sicherheitsinspektor Eric (Zachary Bennet) beobachtet, wie die Gefangenen - allesamt Sträflinge, wie ihm erzählt wurde - ihrem sicheren Tod entgegengehen und hinterfragt die perfide Maschinerie erst, als er eine offensichtlich Unschuldige (Stephanie Moore) unter den Opfern entdeckt. Er kommt ihr zur Hilfe und ruft damit seine wenig erfreuten Arbeitgeber auf den Plan. Die perverse Maschinerie des Würfels läuft wieder auf Hochtouren.

Für "Cube Zero" wurde auf technischen Schnickschnack verzichtet, die Bilder kommen wohltuend altmodisch daher. Allerdings weisen sie auch unübersehbare Grauschleier auf, sodass Farbtiefe und Kontrast nicht immer überzeugen. Mit seiner defensiven Mischung lässt auch der Sound einige Wünsche offen. Vor allem die DTS-Variante erfüllt die Erwartungen nicht.

Der Film ist in zwei verschiedenen Versionen erhältlich. Die FSK-16 Version ist lediglich zwei Minuten kürzer, als die "Erwachsenen"-Variante, hat aber weit weniger Zusatzmaterial zu bieten. Aber auch bei der FSK-18 Doppel-DVD ist nicht ersichtlich, warum eine zweite Disc benötigt wurde. Die Extras sind zwar interessant und teilweise erstaunlich kritisch, sind jedoch insgesamt nicht länger halben Stunde.

Andreas Fischer

bewertungsbox

bildformat 1,78:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (DTS / 5.1), Englisch (5.1)
untertitel Keine
extras Audiokommentare; Making Of; Storyboard-Vergleich; Musikvideo; Bildergalerie; Biografien
laufzeit 97 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 15 Euro
bewertung bild befriedigend
bewertung ton befriedigend
bewertung extras befriedigend

Credits:
(CDN 2004, R: Ernie Barbarash, D: David Huband, Stephanie Moore, Zachary Bennet u.a.)


Jeder Albtraum hat einen Anfang: "Cube Zero" erzählt, wer hinter dem Mörderwürfel steckt. Der Film erscheint als DVD-Premiere.
Jeder Albtraum hat einen Anfang: "Cube Zero" erzählt, wer hinter dem Mörderwürfel steckt. Der Film erscheint als DVD-Premiere. (e-m-s)

Das Leben im Würfel ist nicht immer eine Freude.
Das Leben im Würfel ist nicht immer eine Freude. (e-m-s)

Datum: 22.08.2005

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