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"Es ist so, wie ich es mir erträumt habe!"Band Monrose (tsch) Diese drei jungen Damen müssen eigentlich nicht mehr vorgestellt werden. Selbst, wer nicht regelmäßig ProSieben sieht und und die letzte "Popstars"-Staffel - laut Sender die erfolgreichste aller Zeiten - verfolgte, kommt zurzeit an Mandy (16), Bahar (18) und Senna (27) nicht vorbei. Denn sie sind: Monrose. Ein halbes Jahr lang haben sie hart trainiert und vor den strengen Augen und Ohren von Detlef D! Soost bestanden. Sowohl Ihre Debütsingle "Shame" als auch das Album "Temptation" landeten sofort an der Spitze der Charts, im März sollen Monrose sogar beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest antreten. Seit dem Finale am 23. November ist der Terminkalender der Gewinnerinnen voll. Und da haben sie als Casting-Band immerhin einen Vorteil, schließlich wurden sie für diese Maschinerie im Intensivkurs ausgebildet, sodass sie nun zum Beispiel ziemlich professionelle Interviews geben. Mandy und Bahar rücken hier mal charmant ihr Image gerade. Anzeige teleschau: Fühlt sich das Popstars-Dasein nun wirklich so an, als wäre ein Traum wahr geworden? Bahar: Ich glaube, dass wir uns noch nicht so richtig als Popstars bezeichnen können. Das sind für mich Leute, die seit Jahren auf der Bühnen stehen, die Höhen und Tiefen erlebt haben. Wir sind einfach Künstlerinnen auf dem Weg dorthin - hoffentlich. Aber der Alltag - Fotoshootings, Interviews, Pressetermine, Auftritte -, der ist tatsächlich so, wie ich mir das immer erträumt habe. Mandy: Ja! Mit 16 bin ich ja gerade noch in dem Alter, in dem man zwar von so etwas träumt, aber nie daran denkt, dass es tatsächlich einmal so sein könnte. Jetzt wache ich jeden Morgen auf und denke: In welcher Stadt bin ich überhaupt? Wir erleben echt so viel, dass ich abends gar nicht weiß, was ich der Mama zuerst erzählen soll. teleschau: Gibt es nicht etwas, das Ihr so überhaupt nicht erwartet hättet? Mandy: Ich dachte zwar, dass es sehr stressig werden würde, aber nicht, dass wir so früh aufstehen müssen - manchmal um 4 Uhr morgens! Ich bin eigentlich der totale Langschläfer. Und wir haben nicht erwartet, dass unser Terminkalender so voll sein würde, dass wir so viel erleben! Eigentlich ist alles viel schöner, als ich es mir vorgestellt habe. Man kann als Außenstehender gar nicht nachvollziehen, wie das ist, wenn man auf der Bühne steht und vor sich Plakate mit dem eigenen Gesicht darauf sieht! Bahar: Positiv überrascht haben mich auf jeden Fall die Fans. Dass sie immer für uns da sind, dass sie zum Teil schon das komplette Album auswendig können und uns riesige Geschenke machen - da bin ich immer wieder erstaunt. Mandy: Wenn auf der Straße jemand meinen Namen ruft, drehe ich mich immer noch um und frage: Ja? Weil ich vermute, da kennt mich jemand. Dann muss ich umdenken: Mandy, die kennen dich alle schon seit sechs Monaten! teleschau: Bleibt auch noch ein bisschen Zeit für Euch selbst? Mandy: Wir haben eine ganz tolle Managerin, die darauf achtet, dass wir auch ein wenig Erholung und unseren Schlaf bekommen. Über Weihnachten und Silvester haben wir vier Tage frei. teleschau: Was machst Du in Deiner freien Zeit, Bahar? Bahar: Schlafen. Ich schlafe überall. Das ist wohl die beste Möglichkeit, so schnell wie möglich Kraft zu tanken. teleschau: Sicher wollt Ihr auch hin und wieder Eure beiden Freunde sehen? Mandy: Genau, meinen Schatz! Aber der ist so süß, dass er mich zwischendurch immer wieder besucht! Gerade war er eine Woche lang da. Bahar: Mein Freund, mit dem ich seit über einem Jahr zusammen bin, besucht mich oft, ich versuche, so häufig wie möglich nach Hause zu kommen, und wir telefonieren viel. Irgendwie funktioniert das. teleschau: Habt Ihr das Gefühl, dass tatsächlich jede von Euch eine bestimmte Rolle in der Band übernimmt? Bahar: Ich glaube nicht, dass Senna nun die Mutter und Mandy das Küken ist. Diese verschiedenen Rollen wurden uns in gewisser Weise auferlegt. Wenn Senna ein Problem hat, holt sie sich auch Ratschläge bei uns beiden. Ich glaube, der Altersunterschied bereitet da keine Probleme. Wir bauen uns gegenseitig auf und ergänzen uns ganz gut. Ich bin sehr froh, dass ich die beiden habe. Mandy: Wir drei sind alle gleich. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie das Küken! Ich bin zwar auch die kleinere Schwester und habe viele ältere Freundinnen, trotzdem nannte mich noch nie jemand so. Aber aus dieser Popstar-Rolle kommen wir jetzt nur schwer wieder heraus. Senna ist auch wirklich keine Ghetto-Tussi. Diese Rolle passt überhaupt nicht zu ihr, wenn man sie kennen lernt - auch wenn sie mal lauter "Halt's Maul!" sagt als wir es tun. teleschau: Habt Ihr noch Kontakt zu den anderen Teilnehmerinnen? Mandy: Viel Kontakt haben wir noch zu Christina, Elvira, Selma, Aisha und Hannah. Von Kathi, Ari und Romina hören wir ab und zu. Christina und Elvira waren auch bei The Dome und schreiben uns regelmäßig. Bei denen merken wir, dass sie sich wirklich für uns freuen. Wir überlegen auch, wie wir ihnen noch weiter helfen könnten. Das ist uns sehr wichtig, denn sie sind den gleichen Weg gegangen wie wir und waren auch immer für uns da. Wir waren wie eine große Familie. teleschau: Wie ist das für Euch, wenn nun - wie von Ari - nachträglich Vorwürfe kommen, die Formation habe schon vor dem Finale festgestanden? Bahar: Einerseits macht es mich sehr traurig, und ich frage mich: Wieso sagt sie so etwas? Aber vielleicht hat sie es in dem Moment aus Wut gesagt - das kann ich dann auch wieder irgendwie verstehen. Wir versuchen, solche Aussagen nicht an uns herankommen zu lassen. Man muss sich in dem Business einen dicken Pelz anschaffen, um durchhalten zu können. teleschau: Fühlst Du Dich da durch die Sendung gut vorbereitet? Bahar: Ich glaube, dass "Popstars" die beste Schule dafür war: allein schon die Erfahrung, auf der Bühne zu stehen und immer beurteilt zu werden. Auch jetzt, da wir oft auf uns selbst gestellt sind, achten wir viel mehr und bis ins Detail darauf, wie wir was machen. teleschau: Wie sehr könnt Ihr Euch mit den Songs auf Eurem ersten Album, die ja schon vorher feststanden, identifizieren? Mandy: Das Album ist super, es ist unser Baby! Es war so eine geile Zeit, als wir es aufnahmen. Wir steckten alle unsere eigenen Geschichten und Gefühle hinein. Jeder Song weckt eigene Erinnerungen. teleschau: Zum Beispiel? Mandy: "Love Don't Come Easy" ist ganz klar mein Lieblingslied! Wir nahmen es zusammen mit Dieter Falk ganz am Ende auf, dunkelten das Studio ab und stellten uns dicht vors Mikro - da lief mir wirklich eine Träne runter. Bei dem Song bekomme ich jedesmal Gänsehaut. Bahar: Mir liegt das komplette Album sehr am Herzen. Songs, die für mich hervorstechen sind auf jeden Fall "Shame", "Push Up On Me", "Love Don't Come Easy" und "Live Life Goodbye". teleschau: Warum? Bahar: Mit "Shame" haben wir so viel erlebt. Auf "Push Up On Me" kann man super tanzen, das könnte ein richtig guter Clubsong werden. "Live Life Goodbye" hat einen wunderschönen, emotionalen Text, der, wie ich glaube, vielen Leuten aus der Seele spricht. teleschau: Vergleicht Ihr Euch mit anderen Casting-Bands? Euer Vorgänger Nu Pagadi zum Beispiel bestand nicht einmal ein Jahr lang. Mandy: Wir werden oft mit den No Angels verglichen, was natürlich nicht passt. Erstens sind wir heute in einer ganz anderen Zeit: Die Plattenverkäufe sind abgefallen im Vergleich zu vor fünf Jahren, und wir können wirklich stolz sein, dass wir da so viel erreichen. Wir haben in der Gruppe einen so großen Zusammenhalt - das ist ja das allerwichtigste, und das war zum Beispiel bei Nu Pagadi nicht der Fall. Das ist unser Grundbaustein. Wir haben uns, ein tolles Management und einen super Start. Wir versuchen einfach, unseren Erfolg zu halten, und geben alles dafür. Ich denke schon, dass wir das schaffen werden. Wir hoffen es. Bahar: Ich glaube, dass es heute allgemein schwerer ist, oben zu bleiben. Der Druck ist größer geworden. Aber ich glaube, wenn man den Willen hat und das Ziel vor Augen nicht verliert, kann man es auf jeden Fall schaffen. Diesen Willen haben wir drei unbedingt, und ich glaube auch, dass wir stark genug dafür sind. teleschau: Gibt es schon Pläne fürs nächste Album? Mandy: Mir ist ganz wichtig, jetzt noch Italienisch zu lernen (Mandy ist Halbitalienerin, d. Red.), weil wir überlegten, beim zweiten Album in unseren unterschiedlichen Sprachen zu singen: Türkisch, Arabisch und eben Italienisch. Ich glaube, damit würden wir ganz viele Menschen draußen ansprechen. Und in einem solchen Album könnten wir uns noch mehr selbst sehen. teleschau: Wollt Ihr Euch bei der Entwicklung selbst stärker einbringen? Bahar: Wir wollen uns auf jeden Fall stark beteiligen. Ich habe schon vorher viele Songtexte geschrieben - genauso wie Senna -, habe viel Musik gemacht, auch alleine. Ich glaube, wir sind schon reif dafür, eigene Songs und Texte zu schreiben. Aber lasst Euch da einfach überraschen! Petra Fürst |
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