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Bad Company

Bad Company

(tsch) "Der Stoff, aus dem Blockbuster sind" - So kündigte der Verleih Buena Vista 2002 seinen Agenten-Thriller "Bad Company" an. Die Erwartungen waren also da, zumal der Film unter der Obhut von Action-Meister und Produzent Jerry Bruckheimer ("Pearl Harbor", "Armageddon" und "The Rock") und der Regie von Joel Schumacher ("Batman Forever", "8MM", "Falling Down") entstand. Leider fehlte dem Streifen mit dem recht kitschigen deutschen Kino-Untertitel "Die Welt ist in guten Händen" dann doch die nötige Würze, und die Zahl von rund 385.000 Zuschauer in Deutschland war alles andere als Blockbuster-verdächtig.

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Daran vermochte auch Sir Anthony Hopkins nichts zu ändern. Vielmehr erscheint er in der Rolle des erfahrenen CIA-Agenten Gaylord Oakes geradezu fehlbesetzt. Selten genug bei dem Oscarpreisträger. Hopkins ist nicht nur unterfordert, er passt irgendwie nicht zu diesem Charakter. Da ist die Wahl der zweiten tragenden Rolle mit Chris Rock schon besser ausgefallen. Er spielt Jake Hayes sowie dessen Zwillingsbruder, von dem er bis zum Tag seines Todes allerdings nichts wusste. Und der ist, wie sollte es in einem Agenten-Thriller auch anders sein, ein Top-CIA-Agent. Dieser chaotische Rahmen der Story ist zwar mitunter recht verwirrend, führt aber an manchen Stellen durchaus zu pointierter Situationskomik.

Jake Hayes (Chris Rock) ist ein ausgekochtes Schlitzohr. Er verdient seinen Lebensunterhalt als "Buchmacher" und kann alles "besorgen", was man will. Was er nicht weiß: Er hat einen Zwillingsbruder, der als Agent beim amerikanischen Geheimdienst CIA arbeitet. In frühester Kindheit verwaist, kamen sie zu unterschiedlichen Pflegefamilien und wuchsen daher in jeweils anderen Verhältnissen auf.

Während einer Mission in Tschechien, bei der sich Jakes Bruder als Interessent für den Kauf eines Atombomben-Koffers tarnt, lässt er sein Leben, als er das seines Partners, Mentors und Freundes Gaylord Oakes (Anthony Hopkins) rettet. Durch diese unüberlegte Tat ist die gesamte Mission fast zum Scheitern verurteilt, die Welt gerät in Gefahr. Aber eben nur fast - denn jetzt kommt Jake ins Spiel ...

"Der Staatsfeind Nr. 1" trifft "Projekt: Peacemaker", so war es vielleicht gedacht. Doch obwohl Regisseur Joel Schumacher und Produzent Jerry Bruckheimer viele Stars und alle nötigen Zutaten auffuhren, bietet sich bis auf den einen oder anderen Gag aus dem Munde von Chris Rock bei dieser flachen Story kaum Sehens- oder Hörenswertes. Auch Kameraführung und Schnitt bei rasanten Szenen sind mitunter kräftig misslungen. Die Bilder spielen sich in so schneller Reihenfolge und ohne erkennbaren Zusammenhang ab, dass vieles kaum nachvollziehbar ist.

Jasmin Herzog


Jake Hayes (Chris Rock) steht kurz vor seiner Verwandlung zum CIA-Agenten.
Jake Hayes (Chris Rock) steht kurz vor seiner Verwandlung zum CIA-Agenten. (ProSieben / Disney)

Anthony Hopkins enttäuscht in seiner Rolle als Gaylord Oakes in "Bad Company".
Anthony Hopkins enttäuscht in seiner Rolle als Gaylord Oakes in "Bad Company". (ProSieben / Disney)

Buchmacher Jake Hayes (Chris Rock, Mitte) wird eines Nachmittags umringt von ihm unbekannten CIA-Agenten.
Buchmacher Jake Hayes (Chris Rock, Mitte) wird eines Nachmittags umringt von ihm unbekannten CIA-Agenten. (ProSieben / Disney)

Datum: 16.02.2007

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