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Goose - Bring It On

Goose Bring It On

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Dass die Grenzen zwischen Rock- und Dancemusik in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts in immer stärkeren Maße verschwimmen, dürfte klar sein und ist nach fünf sehr ereignislosen Jahren in fast allen Genres natürlich begrüßenswert. Es ist also gar nicht so verwunderlich, wenn eine Rockband plötzlich Elektro macht. Goose zum Beispiel: Die waren zwar früher auch schon dem Tanzboden verhaftet, aber eben immer auch gitarrenaffin. "Bring It On" setzt dagegen größtenteils auf unterkühlte Synthies und Beats aus dem Protools-Angebot, Saiteninstrumente spielen nur noch Nebenrollen.

Und dass das eine sehr gute Idee war, zeigt spätestens "British Mode". Da braucht es nicht viel, um die Tanzfläche zum Brennen zu bringen. Eine Hook, ein Beat. Und zwei, drei gute Ideen. Dass dieser Ansatz im weiteren Verlauf der Platte nicht variiert wird, liegt wohl in der Natur des Genres. Goose bewegen sich irgendwo zwischen Big Beat englischer Bauart, leicht Manchester-affinem Rave (grandios: "Bring It On") und fettem Elektrorock. Im Zweifel ist ihnen der Effekt wichtiger als das Mittel, das dazu verwendet wurde, ihn zu erreichen. Aber da "Bring It On" in erster Linie Tanzmusik ist, passt das schon. Und wer wissen möchte, wie das alles früher mal war: Mit "Audience" gibt's einem Bonustrack, der deutlich stärker in Richtung Gitarrenrock konventioneller Bauart tendiert. Spannend geht aber anders.

Jochen Overbeck


Datum: 10.01.2007

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Diskussion: "Goose - Bring It On"

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