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The Simple Life 3 - Die Praktikantinnen(tsch) Vergessen wir an dieser Stelle mal das übliche Gewäsch über Paris Hilton und Nicole Richie - über ihren ach so großen Streit, der die einst unzertrennlichen Gucci-Seelchen scheinbar für immer entzweite, über ihre Heiratsabsichten und die Millionen-Dollar-Klage einer ausgemusterten Griechin, die sich beleidigt fühlt. Was bleibt, ist - nun ja - nicht viel. Außer vielleicht: ProSieben zeigt jetzt die dritte Staffel der Tussi-Soap "The Simple Life", in der Paris und Nicole 16 Folgen lang wieder auf Reisen sind. Diesmal allerdings nicht als Land- oder Hilfsarbeiter, sondern als Praktikantinnen. Anzeige Von der Berufsbezeichnung einmal abgesehen, hat sich nicht viel verändert: Die beiden müssen bei ihrem Road-Trip durch die Job-Welt Amerikas abermals auf ihre Handys und Kredikarten verzichten - was natürlich (wieder) ein echter Schock ist, den es vor der Abreise durch hemmungsloses Shoppen (49.604,25 Dollar), exzessives Clubbing und eine Tasse Morgenkaffee über der Skyline von Manhattan zu verdrängen gilt. Auch der rosafarbene Pick-Up-Truck inklusive Anhänger, mit dem sie in der zweiten Staffel durch die USA gegurkt sind, wurde den Party-Girls aberkannt. Vielleicht, weil das potthässliche Barbie-Mobil während der Dreharbeiten beinahe in Flammen aufgegangen wäre, als die Blödchen versuchten, ein Brötchen zu toasten. Stattdessen müssen Paris und Nicole nun - und das ist wohl eine der größten Neuerungen in "The Simple Life 3" - mit dem Bus fahren. Klar, dass sie dabei auf allerlei buntes Volk treffen und reichlich Gelegenheit haben, gewohnt dummes Zeug von sich zu geben: "Ist New Jersey ein Staat oder eine Stadt?". Stets im Schlepptau: ein Dutzend Louis-Vuitton-Taschen (wo bleibt hier eigentlich der Schrei nach Schleichwerbung?) und die drei Mini-Köter Tinkerbell, Honeychild und Foxy Cleopatra. Geblieben ist natürlich das "Verwöhnte Luxus-Gören stellen sich bei alltäglicher Arbeit saudumm an"-Prinzip. Wo früher Mist geschaufelt und Kühe besamt wurden, werden nun für ein Bestattungsunternehmen Menschen etwas pietätslos unter die Erde und Säcke voll abgesaugtem Fett in die Abfalltonnen einer Schönheitsklinik gebracht. Eine der wenigen Spielregeln dieser Show, die in etwa so echt ist wie das Dauergrinsen ihrer Protagonistinnen: Wenn die Mädels ihren Job gut machen (was nie der Fall ist), bekommen sie 100 Dollar Lohn. Meist sind's aber nur 20 Dollar, damit sie in den nächsten Bus steigen und verschwinden - wie in der Auftaktfolge, in der Paris (ohne Unterwäsche) und Nicole (mit Unterwäsche) sich einen Werkstatt-Overall überstreifen. Kleiner Gag am Rande: Ihrer Gastgeberfamilie hinterlassen die beiden nicht nur zwei dänische Doggen, sondern auch eine Rechnung von 4.000 Dollar für die beiden Riesenviecher. Gerd Hilber |
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