(tsch) "Grindhouse", das zweiteilige Gemeinschaftsprojekt von Robert Rodriguez und Quentin Tarantino, könnte im Großen und Ganzen genau das werden, was sich die Fans erhoffen: grandioser Trash. Am 12. April startet der erste Film "Planet Terror", mit dem die beiden Regie-Revoluzzer dem Schmuddelkino ihrer Jugend ein Denkmal setzen, in den Kinos. Die Episode "Death Proof" folgt im August. Bis es jedoch soweit ist, müssen sich geneigte TV-Zuschauer mit Tarantinos wohl ödestem Streifen abfinden: "Jackie Brown" (RTL II).
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Gerade die jüngeren Kinobesucher hatten nach "Pulp Fiction" von Quentin Tarantino wohl einen anderen Film erwartet als "Jackie Brown". Im Gegensatz zu dem Streifen, mit dem Tarantino im Jahre 1994 der Durchbruch gelang, ist "Jackie Brown" (1997) keine freakige Actionkomödie. Eher eine Hommage an die guten, alten Zeiten. Ein bisschen mehr Tempo hätte dem Tarantino-Werk aber nicht geschadet. 160 Minuten sind ganz schön lang.
Es geht um die Stewardess Jackie Brown (Pam Grier), die für den Waffenhändler Ordell (Samuel L. Jackson) Geld über die mexikanische Grenze schmuggelt, bald aber verhaftet wird. Fortan fährt sie zweigleisig. Der Polizei verspricht sie, Ordell ans Messer zu liefern. Dem wiederum sagt sie eine halbe Million Dollar zu: Geld, um das sich in der Folge alles drehen wird. Ihr zur Seite steht der Kautionsmakler Max Cherry (Robert Forster). Ordell wird in seinen Bemühungen, an die Kohle zu kommen, durch seinen Freund Louis (Robert De Niro) unterstützt. Eine weitere Schlüsselrolle im komplex angelegten Verwirrspiel kommt schließlich Ordells Freundin Melanie (Bridget Fonda) zu.
Das alles dauert. Und just in dem Moment, als sich die Antwort auf die Frage ergeben wird, wer denn nun das Durcheinander am Ende als Sieger verlassen wird, zieht Tarantino ein weiteres Mal die Erzählbremse und schildert den entscheidenden Moment der Geldübergabe nacheinander aus drei Perspektiven ...
Bernd Fetsch
Jackie Brown (Pam Grier), in die Jahre gekommen, aber immer noch attraktiv, arbeitet seit 19 Jahren als Stewardess. Ihren kargen Lohn bessert sie mit dem Schmuggel von Dollarnoten auf. (RTL II)
Es geht um eine halbe Million Dollar Schwarzgeld. Waffenhändler Ordell (Samuel L. Jackson, rechts) und Freund Louis Gara (Robert De Niro) versuchen, an die Kohle zu kommen. (RTL II)
Cop Ray Nicolette (Michael Keaton) schlägt Jackie einen Deal vor: Sie wird nur dann straffrei ausgehen, wenn sie aktiv dabei mithilft, Ordell Robbie auffliegen zu lassen. (RTL II)
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