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Arthur und die Minimoys

Diverse Arthur And The Minimoys

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Mit seinem neuen Kinostreifen "Arthur and the Minimoys" wagte sich Luc Besson auf bislang fremdes Terrain. Der Mut zahlte sich aus. Der erste Zeichentrickfilm des französischen Erfolgsregisseurs ist ein spritziges Animationsabenteuer geworden. Und auch Bessons Stammkomponist Eric Serra, sonst für eher eigenwillige, experimentelle Kompositionen bekannt, zeigt sich beim Soundtrack zu "Arthur and the Minimoys" von einer ganz neuen, verspielteren Seite.

Über 25 Jahre dauert nun schon die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Eric Serra und Luc Besson an. Der Regisseur war es, der Serra 1981 erst zur Filmmusik brachte. Zuvor machte sich der Franzose als begabter Studio-Gitarrist einen Namen. Eric Serra griff bereits für internationale Pop-Künstler wie Jacques Higelin, Pierre Meige und Youssou N'Dour in die Saiten. Doch der 52-Jährige wechselte nach seiner Begegnung mit Luc Besson hinter das Mischpult. Seither blieben sich die beiden treu. Eric Serra schrieb zu sämtlichen großen Filmen Bessons ("Im Rausch der Tiefe", "Das fünfte Element") die Filmmusik, meist dunkle, melacholische, musikalische Frickeleien, die nicht immer mundeten.

Von der Tradition düsterer, teilweise elektronischer Klangteppiche verabschiedete sich Serra hier. Farbenfroh und fröhlich geht es bei den winzigen Minimoy-Elfen zu. Heller Chorgesang der Metro Voices entführt gemeinsam mit Flöten- und Xylofonklängen nicht nur Kinobesucher, sonder auch einfach nur Zuhörer auf schnellstem Wege in die zauberhafte Welt der Minimoys. Triangeln verleihen Elfenstaub Klangfarbe. Mit Paukenschlag und hektischen Streichersätzen, begleitet von einem bedrohlich brummenden Chor, kündigt sich Gefahr im unterirdischen Reich an.

Um Luc Bessons ohnehin farbenprächtige CGI-Bilder noch ein wenig bunter zu gestalten, schöpfte der Komponist aus der Klangvielfalt des London Session Orchestras, das das Halbanimationsabenteuer für Groß und Klein mit einem berauschenden Finale im wahrsten Sinne des Wortes ausklingen lässt.

Die Auswahl der Songs für den Abspann, die auf dem Soundtrack - warum auch immer - an den Anfang gestellt wurden, lässt dagegen eher kalt. Jewels verkitschtes "Quest For Love", das die Sängerin eigens für den Soundtrack schrieb, bewegt - wenn überhaupt - zum schnellen Verlassen des Kinosaals. Auch Snoop Dogg, der im US-Original eine Sprechrolle übernahm, hat einen gemütlich vor sich hingroovenden, aber belanglosen Track beigesteuert: "Go Girl". Am ehesten heizt noch Elijah mit seinen elf Jahren ein. Das HipHop-Kid aus Harlem rappt für die Kleinen "It's A Beautiful Day".

Nina Fischer


Datum: 05.02.2007

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