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Angel-A
Angel-A
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Es hätte eine der schönsten Geschichten des vergangenen Kinosommers werden können, eine triumphale Rückkehr in eleganten schwarz-weißen Bildern, leise erzählt und doch eindringlich. Luc Besson hatte nach sechs Jahren Pause erstmals wieder Regie geführt und "Angel-A" (2005) gedreht. Es ist ein Film der Möglichkeiten geworden, der Konjunktive, des Potenzials. Und ein Film, dem die Bodenhaftung fehlt, der sich zu sehr um sich selbst dreht, als Skizze, als virtuose Fingerübung eines Exzentrikers daherkommt und sich hartnäckig weigert, einen Blick hinter die Postkartenkulisse von Paris zu gewähren. Paris, von Kameramann Thierry Arbogast mit staunendem Kameraauge gefilmt, spielt eine der drei Hauptrollen des Films, neben André und Angela. Der eine, dargestellt von Amelies Gemüsehändleraushilfe Jamal Debouzze, will ein toller Typ sein, ist aber nur eine tollpatschige Niete. Die andere fiel vom Himmel und will nun von einer der vielen Pariser Brücken springen. Wie André auch, der sich dann aber eines Besseren besinnt und die blonde Schönheit aus der dreckigen Seine zieht. Da steht sie also vor ihm, zwei Köpfe größer, schlank, im tropfnassen, kleinen Schwarzen. Der erste Lichtblick seit langem in Andrés Leben. Rie Rasmussen spielt dieses Engelswesen, ein ehemaliges Model und - so scheint es - die neue Muse Bessons. Der Regisseur hat bereits Rasmussens Kurzfilm "Thinning The Herd" produziert, der in Cannes für die Goldene Palme nominiert war, und zeigt mit jeder Einstellung die umwerfende Schönheit der kühlen Dänin. "Ein Mann trifft eine Frau in Paris", so knapp fasste Luc Besson seinen Film zusammen. Das reicht ihm aus. Nur am Anfang gibt es eine Geschichte. André erzählt sie, erzählt von seinen Geldproblemen, von den Schlägern, den Geschäften, die nichts werden. Er ist ein klassischer Loser-Typ, der trotz seiner generellen misslichen Lage immer versucht, optimistisch zu bleiben. Als er aber über die Brüstung des Eiffelturms gehalten wird, kann auch der tapfere, kleine Mann nicht mehr. Doch aus dem geplanten Suizid wird nichts, er muss sich schließlich um Angela kümmern. Denkt er. Denn in Wirklichkeit kümmert sie sich um ihn, mit unkonventionellen Methoden und sehr zur Verwunderung Andrès. Und dann geht alles ganz schnell. Angela offenbart sich als Schutzengel, die beiden verlieben sich ineinander, und Besson hetzt sie förmlich auf einen allzu offensichtlichen Selbstfindungstrip. Währenddessen redet das ungleiche Pärchen. Und redet. Und redet. Und redet. Das schöne Märchen von einem Sterblichen und einem Engel, die sich brauchen, um ein glückliches Leben führen zu können, wird ein wenig kaputt geredet. Und das nimmt den Bildern ihre Magie. Die schwarz-weißen Aufnahmen werden auf der DVD kontrast- und nuancenreich wiedergegeben, verfügen über ausgezeichnete Schärfe und sind auch im Dämmerlicht detailgetreu. Der Sound steht dem nicht nach, ist kristallklar und findet eine gute Balance zwischen Dialogen, Musik und Nebengeräuschen. Der Bonusteil ist hingegen enttäuschend, hier gibt es lediglich ein mäßig spannendes Making Of und ein paar Textinfos. Andreas Fischer bewertungsbox
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Credits: |
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