(tsch) "Schließ' die Augen, dann siehst du noch viel mehr." Die junge Heldin des Fantasy-Abenteuers ist ein personifiziertes Plädoyer für die Kraft der Fantasie. Für die Kinobesucher - egal, ob jung oder alt - empfiehlt es sich natürlich eher, ganz genau hinzusehen: "Die Brücke nach Terabithia" bietet zum einen großes Special-Effects-Kino - war doch die Firma Weta ("Der Herr der Ringe", "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia") hier am Werk. Vor allem aber gibt es in der Jugendroman-Verfilmung eine feinfühlige Geschichte zu sehen, in der ein heranwachsender Junge mit dem Tod und Gefühlen wie Trauer und Schuld konfrontiert wird.
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Der elfjährige Jesse, gespielt von Josh Hutcherson ("Zathura - Ein Abenteuer im Weltraum"), ist sowohl in der eigenen Großfamilie als auch unter seinen Schulkameraden ein Außenseiter. Dieses deprimierende Dasein ändert sich, als die neue Mitschülerin Leslie (Annasophia Robb, "Charlie und die Schokoladenfabrik") in sein Leben tritt, der es ebenso ergeht. Die beiden erfinden sich gemeinsam das Fabelreich Terabithia, in das sie eintreten, indem sie an einer Liane einen Fluss überqueren. Dort, wo die tollsten Fabelwesen leben, werden die Freunde wie Könige verehrt und brechen so aus ihrem Alltag aus. Doch als Jesse von der Reise zu einem Workshop zurückkehrt, muss er erfahren, dass Leslie beim Versuch, sich alleine nach Terabithia zu schwingen, tödlich verunglückt ist.
Von Anfang an bemühte sich Gabor Csupo, Produzent von "Rugrats", in seinem Regiedebüt darum, der Romanvorlage der preisgekrönten Autorin Katherine Paterson ("Die Brücke in ein anderes Land", 1977) gerecht zu werden. Walden Media (Produzenten des Erfolgsfilms "Die Chroniken von Narnia", den in Deutschland knapp vier Millionen Zuschauer sahen) und Disney lassen mit Hilfe von Weta, die Peter Jackson mitbegründete, mitunter in 3D eine verblüffend real erscheinende Fabelwelt mit bizarren Lebewesen entstehen. "Ich mag es, Kinder und auch Erwachsene mit unorthodoxen Kreaturen und spannenden Szenen zu überraschen, die man vorher so noch nicht gesehen hat", freut sich Csupo. Doch im Vordergrund des in Neuseeland gedrehten Abenteuers steht die nachvollziehbare Geschichte eines trauernden Jungen. "Mein einziges Ziel bei diesem Projekt war es, einen prächtig gestalteten, visuell beeindruckenden Film zu schaffen, der das Publikum tief berührt." Die großartigen jungen Darsteller trugen ihren Teil zur Erfüllung dieser hohen Regisseursansprüche bei.
Mona Petri
Credits: V:Constantin, USA 2007, R: Gabor Csupo, D: Josh Hutcherson, Annasophia Robb, Robert Patrick u.a.
Laufzeit: 94 Min.
Kinostart: 01.03.07
Jesse (Josh Hutcherson) muss mit dem Verlust seiner Freundin Leslie zurechtkommen. (Constantin)
Jesse (Josh Hutcherson) und Leslie (Annasophia Robb) schwingen sich regelmäßig hinüber ins Fabelreich. (Constantin)
In Terabithia leben "unorthodoxe Kreaturen", wie Regisseur Gabor Csupo sagt. (Constantin)
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