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The Rakes - Ten New Messages

The Rakes Ten New Messages

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Vor zwei Jahren ging mächtig die Post ab, vom Vereinigten Königreich aus eroberte eine Armee neuer Bands die MP3-Player der postmodernen und pop-kulturell interessierten Jugend. Das Inselphänomen breitete sich natürlich auch auf dem Kontinent aus. Die Bands, die damals in den Musikmagazinen gefeiert wurden und in den hippen Clubs spielten, stehen nun in der Pflicht zu beweisen, keine Eintagsfliegen zu sein. Bloc Party ist das mit dem zweiten Album "A Weekend In The City" vortrefflich gelungen, und Maximo Park legten das grandiose "Missing Songs" nach. Ein wenig schwerer tun sich The Rakes. "Ten New Messages" heißt das zweite Album der Londoner, hält aber leider nicht, was der Titel verspricht.

Neu ist nichts, die Entwicklung der Band geht weg von der ungebügelten, rotzigen Punkattitüde hin zu einer gewissen Angepasstheit. Das alles findet nur in Nuancen statt. Keine Angst, das Nachfolge-Album des herrlich chaotischen "Capture / Release" ist immer noch eine schöne Platte, hübsch (new) wavig, mit schönen Riffs und Pop-Appeal. Allein, es ist ein wenig zu Mitsumm-tauglich, den "Ten New Messages" fehlen die Ecken und Kanten, das Unerhörte, weil noch nicht gehörte.

Natürlich versteht jeder die Ironie, die in Songs wie "The World Was A Mess But His Hair Was Perfect" steckt. Der Opener des Albums ist ein sicherer Radio-Hit in der Indie-Kommune, die damit beweisen kann, wie humorvoll sie doch ist, weil sie über sich selbst lacht. Das geht dann aber nach hinten los und wirkt, mit Verlaub gesagt, ein wenig kalkuliert. Auch "Trouble" haut in die Kerbe der Offensichtlichkeit: "If it's trouble that you're looking for, it's trouble that you find. And sometimes trouble finds you, no matter where you hide." Schon klar. Und irgendwie auch richtig. Aber es fehlt der Kick, den die zehn gesammelten Erfahrungsberichte aus London und den Medien, wie es im Begleittext so schön heißt, einfach nicht geben. Hier werden schöne Melodien mit entrückt klingenden Backing-Vocals verfeinert, die das ganze Album versöhnlich klingen lassen. Ein wenig ist das wie Aufgeben und Zurücklehnen. Wie gesagt, man kann das ganze Album entspannt anhören, auch mehrmals, ohne sich zu langweilen. Aber eben auch ohne sich an irgendeiner Kante zu stoßen.

Andreas Fischer


Datum: 08.03.2007

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Diskussion: "The Rakes - Ten New Messages"

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