30 über Nacht
(tsch) Ein Mauerblümchen und sein großer Traum: Endlich so hip, so gestylt und beliebt zu sein wie die Schönheiten auf den Titelbildern der Frauenzeitschriften. So nachvollziehbar die Geschichte auch beginnt, so abstrus ist die Umsetzung: In der US-Komödie "30 über Nacht" (2004), die fast 750.000 Zuschauer in die Kinos lockte und nun als Free-TV-Premiere bei ProSieben zu sehen ist, läuft wenig logisch ab, noch weniger ist verständlich. Doch eines stimmt auf jeden Fall: das Gefühl.
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Es ist die Geschichte eines Mädchens namens Jenna (Christa B. Allen), das um die Anerkennung einer bornierten Pennälerclique namens "Six Chicks" kämpft. Ihren treuesten Gefährten Matt (Jack Salvatore Jr.) übersieht sie dabei geflissentlich. Bei ihrer miserablen Geburtstagsfeier wird sie zu guter Letzt auch noch von ihren vermeintlichen neuen Freundinnen im Kleiderschrank eingesperrt und wünscht sich nur eines: Endlich 30 Jahre alt zu sein und von den anderen angehimmelt zu werden. Dank Supermarkt-Zauberstaub, mit dem Matt sein zusammengezimmertes Geschenk, ein liebenswertes Puppenhaus, bestäubt hat, wird ihr Wunsch war: Sie erwacht als leitende Redakteurin ihres Lieblingsmagazins "Poise", ist mit einem Adonis liiert und palavert mit ihrer "besten Freundin", der ehemaligen Anführerin der "Six Chicks", über Modetrends und Libido. Nur eines stimmt nicht: Im Innern ist Jenna (Jennifer Garner, ab 26.4. in der romantischen Komödie "Lieben und lassen" zu sehen) immer noch 13. In Gary Winicks herzensgutem, himmlisch sympathischem Film mag vieles nicht den Gesetzen des Publikumverstandes gehorchen. Egal, dass niemand beim höchst merkwürdigen Verhalten der sonst so taffen Erfolgsredakteurin stutzig wird. Egal, dass am Ende zum richtigen Moment alles wieder in Ordnung ist. Hier geht es nicht um surreale Identitätsverpflanzungen oder magische Reisen in die Zukunft. Hier geht es um das, was Filme und nicht zuletzt das Leben an sich immer wieder schön macht: die Liebe. Und mittendrin: eine jung gebliebene Jennifer Garner, die nach fünf Staffeln "Alias" (ProSieben bunkert immer noch Season drei) wieder vornehmlich fürs Kino dreht. Das Agentendrama "The Kingdom" ist fertig, für das Drama "Juno" fiel Anfang des Jahres die erste Klappe.
Bernd Fetsch
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Über Nacht ist Jenna (Jennifer Garner) plötzlich 17 Jahre älter geworden. Sie ist schön, hat einen guten Job und ist mit einem Spieler der New York Rangers zusammen. Die Sache hat nur einen Haken: Im Inneren ist sie immer noch 13 - und sie hat keine Ahnung, über das Leben einer 30-Jährigen ... (ProSieben / Sony Pictures Television)
Girls just wanna have fun - und jede Menge Klamotten: Jenna (Jennifer Garner) freut sich über ihren begehbaren Kleiderschrank. (ProSieben / Sony Pictures Television)
Lucy (Judy Greer) behauptet, ihre beste Freundin zu sein. Doch kann Jenna (Jennifer Garner, links) ihr glauben? (ProSieben / Sony Pictures Television) |
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