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The Stooges - The Weirdness

The Stooges The Weirdness

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Das ist dann wohl ein neuer Record: Vor 34 Jahren veröffentlichten die Stooges ihr letztes Album "Raw Power", eine von drei grandiosen Punk-Platten, die allesamt in einer Zeit entstanden, in der noch keiner dieses Wort verwendete. Dass Iggy Pop in den Folgejahrzehnten eine mal qualitativ wie funktional grandiose, mal insgesamt eher schleppende, aber immer beeindruckende Karriere verfolgte, dürfte allgemein bekannt sein. Dass er jetzt seine Stooges wieder gründet und mit Gitarrist Ron Asheton und Drummer Scott Asheton zwei weitere Originalmitglieder rekrutieren konnte, ist eine schöne Nachricht. Trotzdem: Ein Meilenstein, ein Statement ist das Comeback-Album "The Weirdness" beileibe nicht.

Natürlich kann man von dieser Band weder ein klinisch reines noch ein inhaltlich gehaltvolles Album erwarten. Aber die völlig übersexualisierten Altherrenfantasien und Schmutzorgien des Openers "Trollin" irritieren dann doch arg, zumal in den folgenden 30 Minuten nichts Essenzielles folgt. Die Stooges machen Garagenrock. Punkt. Raw Power. Punkt. Gar nicht so weird, wie der Titel es implizieren würde. Das alles mag vor 35 Jahren noch "ein Stachel im Fleisch" des kommerziellen Rock'n'Roll gewesen sein, wie die Plattenfirma so stolz mitteilt. Heute ist's selbst Teil der Industrie - Virgin ist schließlich kein kleiner Indie, der gegen irgendjemanden kämpft, sondern Teil des Systems, das sich heute gegen die Kleinen wehren muss.

Natürlich, einige der Songs sind nett. Wenn Iggy da "My idea of fun is killing everyone" skandiert, macht das ebenso viel Spaß wie der zarte R.E.M.-Verweis "Greedy Ugly People", und die so offensive Simplizität der Gitarrenarbeit hat durchaus ihre Reize. Aber wirklich spannend geht anders - wenn über "The Weirdness" nicht "Stooges" drüber stehen würde, würde sich kein Mensch dafür interessieren.

Jochen Overbeck


Datum: 29.03.2007

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