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Beatsteaks - .limbo.messiah

Beatsteaks .limbo.messiah

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Das fünfte Album und kein bisschen leiser: Die Beatsteaks melden sich nach drei Jahren Studio-Pause - in der Zwischenzeit gab's ja die exzellente Doppel-DVD "B-Seite" und eine Menge Konzerte - zurück und liefern mit ".limbo.messiah" einen mehr als würdigen "SmackSmash"-Nachfolger ab. Das war eine schwere Aufgabe, denn "SmackSmash" war nicht nur mega-erfolgreich, sondern auch eine mega-gute Punkrock-Platte. Aber ganz ehrlich: ".limbo.messiah" ist noch einmal besser. Die Beatsteaks haben sich nicht auf ihr erfolgreiches Konzept verlassen, sondern mal wieder ein paar Überraschungen aus den Instrumenten geholt und ein enorm vielfältiges Album gemacht, das mit einem härteren, kratzigeren Sound ordentlich nach vorne geht.

"Wir musizierten einfach drauflos, hauten uns die Akkorde um die Ohren, arrangierten, machten dies, taten jenes. Das ist im Schnitt alles eine Nummer härter geworden", sagt Gitarrist Peter Baumann. "Wichtig war, dass wir ordentlich in die Saiten hackten und die Drums so präsentierten, wie sie es verdient haben." Elf Songs sind auf ".limbo.messiah" versammelt, die erste Single-Auskoppelung "Jane Became Insane" zeigt bereits seit ein paar Wochen, wo es auf dem Album langgeht. In Richtung Punk, in Richtung Rock - und zwar von der schweißtreibenden Sorte und mit etwas, das mit Fug und Recht als Beatsteaks-Appeal bezeichnet werden kann. Die Berliner haben eine manchmal eigenwillige, aber dabei immer betörende Mischung sowohl in ihren Songs als auch auf dem Album entwickelt. Es gibt also Melodien, die kurz und prägnant ins Ohr gehen. Dazu kommt eine unwiderstehliche Energie im Rhythmus und ein faszinierender Abwechslungsreichtum.

Auf ".limbo.messiah" äußert sich das zum Beispiel in dem knackig kurzen und knallharten Punk-Brett "Cool, Sharp and Collected" und dem etwas ruhigerem "She Was Great". Armin Teutoburg-Weiß mit mitreißender Falsett-Stimme und eine eingängige, für Punkrock-Verhältnisse fast schon zärtliche Instrumentierung, machen aus letzterem ein Art Schmusesong, bei dem die Nietengürtel glühen. Breitwandig und kompromisslos kommen auch "Meantime" und das wunderbare "Demons Galore" daher, und "Bad Brain" ist von einen druckvollen Drumbeat angetrieben ein grundehrlicher Punksong. Ein klein wenig Elektro-Spielerei gönnen sich die Beatsteaks mit "Cut Off The Top". Der Song beginnt mit einem düsteren Workstation-Akkord, der von den Drums aufgenommen wird und innerhalb kürzester Zeit zu einer druckvollen, mitreißenden und Pogo-freundlichen Nummer explodiert. All das wird mit einem trockenen, rauen Sound präsentiert, ohne Spielereien und ohne Anbiederung an den aktuell angesagten New-Wave-Indie-Sound aus dem Vereinigten Königreich. Hier geht's schlicht, ergreifend und elektrisch verstärkt nach vorne.

Andreas Fischer


Datum: 01.04.2007

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