Eve und der letzte Gentleman
Eve und der letzte Gentleman(tsch) Männer, die Leinenhemden tragen und junge Damen mit "gnädiges Fräulein" ansprechen, haben es heutzutage verdammt schwer. Mitleidiges Kopfschütteln oder schmunzelndes Wegsehen wären noch die harmloseren Reaktionen, die einer wie Adam Webber (Brendan Fraser, "L.A. Crash") zu erwarten hätte. In Hugh Wilsons abgedrehter Zeitreise-Komödie "Eve und der letzte Gentleman" (1999), die kabel eins nun wiederholt, muss der arme Kerl, der weder Pornohefte noch Fast Food kennt, einiges an Spott über sich ergehen lassen. Dabei kann er gar nichts dafür. Anzeige Adam ist nämlich der Sohn eines durchgeknallten Wissenschaftlers und Kommunistenhassers, der 1962 - auf dem Höhepunkt der Kuba-Krise - beschlossen hat, seine Familie die nächsten Jahrzehnte in einem riesigen Bunker zu kasernieren. Als sich das Zeitschloss nach exakt 35 Jahren wieder öffnet, ist die Welt eine völlig andere. Der während der Bunker-Zeit geborene und ganz mit den konservativen Wertvorstellungen der 60er-Jahre aufgewachsene Adam wird von seinem Vater (Christopher Walken) beauftragt, neue Vorräte zu besorgen. In der hippen 90er-Jahre-Welt erleidet der arglose, junge Mann erst einmal einen Kulturschock. Sexshops, Farbfernsehen und Viertelpfünder mit Käse sind einfach zu viel für das Bunker-Kind. Glücklicherweise begegnet Adam während seiner Großstadt-Odyssee Eve (Alicia Silverstone), die als Verkäuferin arbeitet und sich des hilflosen, aber irgendwie süßen Typen annimmt. Klar, dass es nicht platonisch bleibt, wenn sich zwei junge Menschen mit Hormonüberschuss und attraktivem Äußeren zusammenfinden. Dank einiger wirklich gelungener Gags, etwa Adams erster Begegnung mit einer "Negerin", springt der Funke nicht nur zwischen "Die Mumie"-Muskelmann Brendan Fraser und Zuckerschnute Alicia Silverstone ("Clueless") über, sondern auch auf den Zuschauer. Die blonde Schönheit aus der Schmollmund-Fraktion agiert hübsch unterkühlt, und Fraser beweist eindrucksvoll, dass er nicht nur zu den Hollywood-Charmebolzen gehört, sondern auch über reichlich komödiantisches Talent verfügt. Gerd Hilber |
| Die Entdeckung der Currywurst | |
| „Der Krieg ist aus. Aber richtig. Wir haben ihn verloren. Gott sei Dank.“ Diesen Satz auszusprechen, fällt Lina (Barbara Sukowa) nicht leicht. Denn sie weiß, er wird das Ende ihrer Liebesbeziehung zum ... | |
| Stadt der Engel | |
| An den meisten Tagen des Jahres ist der Himmel über Los Angeles blauer als der über Berlin. Die Aussicht der Engel auf ihre Schäflein ist klarer, und die fühlen sich angesichts des nahen Ozeans und wahr ... | |
| Das Lächeln der Sterne | |
| „Es ist nie zu spät für eine zweite Chance“, lautet die Werbezeile des Liebesfilms „Das Lächeln der Sterne“. Das ist aber auch alles, was er uns sagen will. Etwas zu platt, auch wenn man auf ein eingespieltes ... | |
| Lost in Translation: Sensationeller Liebesfilm von Sofia Coppola | |
| Über eine Million Zuschauer hatte "Lost in Translation" (2003) in die deutschen Kinos gelockt. Eine beachtliche Zahl für einen zwar herausragenden, aber eben nicht sehr kommerziellen Film, der Melancholie ... | |
| James Camerons Triumph: "Titanic" | |
| Er könnte in noch so vielen Martin-Scorsese-Filmen die Hauptrolle spielen: Trotz "Gangs of New York" (2002), "Aviator" (2004), "Departed - Unter Feinden" (2006) oder jüngst Ridley Scotts "Der Mann, der ... | |
| "Die verborgene Welt" hütet das Geheimnis zweier Frauen | |
| Die Liebe zwischen zwei Frauen stößt in vielen Ländern bis heute auf Hass und Intoleranz. Zu Zeiten der Apartheid in Südafrika war diese noch dazu eine sehr gefährliche Angelegenheit. Das zeigt die junge ... |