(tsch) "BloodRayne", "Postal", "Schwerter des Königs - Dungeon Siege" - Uwe Boll verfilmt Computerspiele im Akkord. Und das meist mit durchwachsenem Erfolg. Kommerziell mag sich das Engagement des deutschen Regisseurs, Produzenten und Fondsverwalters in Personalunion auszahlen, die Daumen der Kritiker zeigen jedoch meist gnadenlos nach unten. So auch bei der Videogame-Adaption "Alone in the Dark" (2004), die trotz namhafter Besetzung wenig Beachtung fand und nun von ProSieben als Free-TV-Premiere gezeigt wird.
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Man hätte Christian Slater, der den gesamten Film ein schwarzes Unterhemd und eine verdreckte Jeans trägt, wirklich wieder einen Erfolg gegönnt. Der ehemalige Teenieschwarm aus "Der Name der Rose" (1986) war zwar danach in einigen renommierten Produktionen ("Windtalkers", "Operation: Broken Arrow") zu sehen, ohne jedoch persönlich den großen Wurf verbuchen zu können. In "Alone In The Dark" unterstützt er als ein auf unerklärliche und übernatürliche Phänomene spezialisierter Privatdetektiv mit geheimnisvoller Vergangenheit zwar die Handlung, doch das Drehbuch meint es nicht gut mit ihm.
Als Edward Carnby schafft er es, ein metallenes Artefakt der vor 10.000 Jahren untergegangenen Abkani-Zivilisation in die Hände zu bekommen. Dieses Volk soll ein Tor zur Welt der Finsternis gefunden haben. Während seine Ex-Freundin Aline (Tara Reid, "American Pie") im Museum den Fund analysiert, werden 19 Personen, mit denen Edward als Kind im Waisenhaus war, als vermisst gemeldet. Schließlich tauchen auch noch die Monsterjägerpolizei "Büro 713" und Edwards persönlicher Feind Burke (Stephen Dorff, "Blade") auf. Sie scheinen, wie auch Alines Chef Dr. Hudgins (Matthew Walker), mehr über die mysteriösen Vorkommnisse zu wissen, die überdeutlich nach Verschwörung und Weltuntergang schmecken.
Nach der Verfilmung des Sega-Videospiels "House Of The Dead", die es trotz internationaler Erfolge in Deutschland nur auf den Videomarkt schaffte, wurde Genre-Regisseur Uwe Boll mit der Umsetzung des Atari-Klassikers beauftragt. Er hält seine Arbeit für eine "übernatürliche Suspense-Story mit Thriller und Horrorelementen", die ein breites Publikum begeistern soll. Tatsächlich wabert sein Film unentschlossen zwischen den Genres Horror, Thriller und Action hin und her, bedient sich mal bei "Resident Evil", mal bei Filmen wie "Stargate", ist aber meist schrecklich öde. Das Fürchten kommt einem allenfalls beim unpassenden Soundtrack, der schleppenden Story und den schauderhaften Dialogen. Nichtsdestotrotz: Teil zwei von "Alone in the Dark" wurde von Boll bereits für 2009 angekündigt - sobald die Ego-Shooter-Verfilmung "Far Cry" und die Vampir-Mär "BloodRayne 2" abgedreht sind ...
Gerd Hilber
Bei der Suche nach dem Mörder seines Freundes kommt Detektiv Edward Carnby (Christian Slater) einer dämonischen Verschwörung auf die Spur, die die ganze Menschheit bedroht ... (ProSieben / TGM)
Während Carnbys Ex-Freundin, die Archäologin Aline Cedrac (Tara Reid), herauszufinden versucht, was es mit dem goldenen Artefakt auf sich hat, passieren merkwürdige Dinge ... (ProSieben / TGM)
Begegnung der widerlichen Art: Detektiv Edward Carnby (Christian Slater) riskiert alles, um zu verhindern, dass das Böse wieder an Macht gewinnt und die Herrschaft über die Erde erlangt. (ProSieben / TGM)
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