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No Angels - Destiny

No Angels Destiny

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Was man schon sagen sollte: Die No Angels sind mit "Destiny" Interpretinnen geblieben, das Comeback führte nicht zu einem gemeinsamen Kreativitätsschub: Die vier, Anfang des Jahrtausends mit Songs wie "Daylight" mega-erfolgreich, verlassen sich auf die "supergenialen Songwriter" und wollen sich mit Stücken aus eigener Feder zurückhalten. "Ich fand es eigentlich mal wieder angenehm, nicht die ganze Verantwortung zu tragen," sagt Nadja, "und mich als Sängerin voll ausleben zu können." Klar, das kann man so machen, und klar: Die Stimmen sind super, noch einmal besser als früher. Eine Casting-Band ist das nicht mehr. Trotzdem: "Destiny" ist keine besonders spannende Platte.

Und das ist in Ordnung, denn das erwartet sicher niemand. Lucy Diakovska, Sandy Mölling, Jessica Wahls und Nadja Benaissa interpretieren 13 Songs, die grundsolider, vernünftiger Radiopop sind - und so sicher ihre Hörer finden. Dass dabei wohl noch mit einer gewissen Weiblichkeit, aber eben nicht mehr mit dem Kleinmädchencharme der früheren Jahre gespielt wird, ist nicht nur evolutionär nachvollziehbar, sondern auch eine Wohltat: Stücke wie "I Believe In You" machen vor allem deshalb Spaß, weil sie behutsam, mit Detailliebe inszeniert wurden. Da harmoniert ein sparsam gesetztes Keyboard mit zartem Schlagwerk und legt so ein gutes Fundament für die vier schließlich voluminös gewordenen Stimmen - nur im Refrain wird's ein bisschen lauter, so viel Dramatik darf dann doch sein. Das folgende "Been Here Before" zeigt die Band von einer anderen Seite. Da stampft er, der Computerbeat, da versuchen die Engel am modernen Fräuleinpop im All-Saints- oder Sugababes-Stil anzudocken, was seltsam blutleer wirkt.

Der Rest der Platte bewegt sich zwischen genau jenen Polen. Das Problem ist dabei das gleiche wie beim Take-That-Comebackalbum, was die No Angels durchaus auch als Kompliment verstehen dürfen: Hier wurde so vernünftig gearbeitet, so sehr auf die Richtigkeit des Endergebnisses geachtet, dass alle Spontanität verloren ging. Man hört sich das einmal an, klar. Manch einer wird sich freuen, dass die No Angels wieder zurück sind. Dass weder sie noch ihre Songwriter so richtig zündende Ideen hatten, muss man aber schon auch sagen dürfen.

Jochen Overbeck


Datum: 18.04.2007

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Diskussion: "No Angels - Destiny"

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