(tsch) Eine unbeschreibliche Karriere: Mit dem Erfolg von "Jäger des verlorenen Schatzes" im Rücken war Harrison Ford Anfang der 80-er zum begehrtesten Schauspieler Amerikas avanciert und hatte daher freie Wahl. George Lucas, der Ford mit der Rolle des Han Solo in den beiden ersten Teilen der "Krieg der Sterne"-Trilogie den Weg geebnet hatte, mag so etwas geahnt haben. Als 1983 mit "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" (nun in der überarbeiteten "Special Edition" bei ProSieben) der dritte Teil der "Star Wars"-Saga in die Kinos kam, war Ford längst zum hochdotierten Hollywood-Magneten geworden.
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Zuletzt jedoch kam die Karriere des mittlerweile 64-Jährigen etwas ins Schlingern: Filme wie "Hollywood Cops" und "K-19 - Showdown in der Tiefe" wurden keine Erfolge. Der Thriller "Firewall", der Anfang 2006 startete, geriet gar zum großen Kassenflop. Alles auf Anfang also: Die langwierigen Diskussionen um "Indiana Jones 4" haben ein Ende, in Kürze beginnen die Dreharbeiten. Harrison Ford wird's mit Freuden vernommen haben. Damals, 1979, war das noch anders.
Zum Ende von "Das Imperium schlägt zurück" ließ George Lucas das Schicksal Han Solos offen. Von den Imperialisten eingefroren in Karbonit, blieb unklar, ob er überleben würde. Lucas sollte Recht behalten. Nachdem Ford als Indiana Jones und kurze Zeit später in "Blade Runner" weitere intergalaktische Erfolge feierte, blieb er eine Antwort auf eine mögliche erneute Mitwirkung im dritten Teil der Science-Fiction-Reihe lange Zeit schuldig.
Erzählt wird der finale Konflikt zwischen den Aufständischen, angeführt von Luke Skywalker (Mark Hamill) und dem Imperium mit Lukes Vater Darth Vader. Ford kehrte zurück und dementierte, jemals eine andere Absicht gehabt zu haben. Und Lucas verwies darauf, Han Solos Entwicklung bereits ganz zu Anfang festgeschrieben zu haben. Doch es gelang, Solos Schicksal bis zum Tag der Uraufführung geheim zu halten. Auch ein Grund dafür, dass "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" damals zum zweiterfolgreichsten Film aller Zeiten wurde (inzwischen nur noch Rang 35).
"Star Wars"-Fanatiker übten indes Kritik. Für sie war Lucas gemeinsam mit Regisseur Richard Marquand diesmal zu stark seinem Spieltrieb verfallen. Kleine Plüschtierchen erwiesen sich allenfalls für die bis zu Zwölfjährigen als interessante Film- und Merchandisingprodukte, für SF-Fans hatten Teddys im "Krieg der Sterne" nur wenig zu suchen. Ansonsten wie gehabt: gewohnt spannend, gewohnt aufwändig, gewohnt gut gespielt.
"Die Rückkehr der Jedi-Ritter" bildet den definitiven Schluss der Saga. Vor Jahren hatte George Lucas immer mal wieder davon gesprochen, insgesamt neun Filme der Reihe zu drehen. Längst aber steht fest: Es wurden und bleiben nur sechs.
Kai-Oliver Derks
Zwischen den Mächten des Lichts und den Boten des Bösen: Abenteurer Han Solo (Harrison Ford) schließt sich den Rebellen an und kämpft gegen das Imperium. (ProSieben / Lucasfilm LTD. & TM.)
In naher Zukunft muss sich Luke dem Kampf mit Darth Vader (David Prowse), seinem Vater, stellen. (ProSieben / Lucasfilm LTD. & TM.)
Prinzessin Leia (Carrie Fisher) gerät in die Gefangenschaft von Jabba the Hutt. (ProSieben / Lucasfilm LTD. & TM.)
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