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Sophie Ellis-Bextor - Trip The Light Fantastic

Sophie Ellis-Bextor Trip The Light Fantastic

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Es ist halt schon eine Zeit her, dass Sophie Ellis-Bextor in kurzen zeitlichen Abständen diverse Zielgruppen anfixte, zunächst als gerade erwachsen gewordene kühle Schönheit die Britpop-Community: TheAudience hieß die Band, mit der sie Ende der 90er-Jahre durchaus erfolglos eine Hand voll Singles veröffentlichte. Was folgte, war konsequenterweise der Ibiza-Überhit "Groovejet" von Spiller, dem sie ihre Stimme lieh und der auch hierzulande Wochen lang die Charts dominierte. Dann wiederum folgte die erste Platte unter eigenem Namen, die topgute Single "Murder On The Dancefloor" (2001) hervorbrachte. Da hoffte man, da träumte man, zum Beispiel davon, dass diese wunderbare Sängerin die nächste Madonna werden würde. Leider floppte das letzte Studioalbum "Shoot From The Hip" (2003) - und auch wenn "Trip The Light Fantastic" eine ordentliche Platte ist: das mit dem Superstardom will auch diesmal nicht so recht funktionieren.

Denn an die alten Erfolge konnte Ellis-Bextor mit den beiden Vorab-Singles nicht anschließen. Während es "Catch Me" noch auf einen halbwegs ordentlichen achten Rang schaffte, versandete die zweite Single "Me And My Imagination" irgendwo in den 20-ern, was vielleicht auch so etwas wie eine Quittung ist: Der Song ist einer der schwächeren auf dem Album und versucht auf völlig lustlose Art und Weise all das zusammenzufassen, was die 28-Jährige bisher so trieb, bleibt dabei aber fast obszön ideenlos.

Doch anschließend nimmt das Album an Fahrt auf. "Today The Sun's On Us" ist ein netter Popsong, der eher die 90er- als die 80er-Jahre zitiert, "New York City Lights" die Disco-Hymne, die besser mal die Single hätte werden sollen und "The Distance Between Us" mit Streichern und dem dezent gesetztem New-Order-Gedächnisbass ein hübsch inszenierter Midtempo-Track. Höhepunkt ist schließlich das hektische "Only One". Hier hat die Stimme Ellis-Bextors am meisten Platz, changiert zwischen Erstaunen (Strophe) und Bestimmtheit (Refrain). Dass nebenher noch Stadionrock (die Gitarren!) und Soul (die Chöre!) ausprobiert werden, macht das Stück noch einmal einen Zacken besser.

Jochen Overbeck


Datum: 26.05.2007

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