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Laith Al-Deen - Die Liebe zum Detail

Laith Al-Deen Die Liebe zum Detail

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Frisch verliebte Menschen können eine schwer erträglich Gesellschaft sein - verklärter Blick, eine rosarote Sicht auf die Welt, es interessiert sie nur noch ein Gesprächsthema (nämlich "sie" oder "er"), und überhaupt sind sie nicht mehr wiederzuerkennen. Es geht aber auch anders. Laith Al-Deen zum Beispiel macht zwar kein Geheimnis daraus, dass er nun die Frau fürs Leben gefunden hat, aber als er daraufhin nur noch liebestolle Lieder schrieb, bremste er sich selbst - aus Rücksicht auf die Fans. Dafür lässt er ihnen mit seinem neuen Album nach fast zwei Jahren Pause nun die "Liebe zum Detail" zukommen: Das ist Laith Al-Deen, wie sie ihn kennen - und lieben.

Ja, sie haben ihn noch lieb, ihren Pop-Poeten. Die erste Single, der Ohrwurm "Keine wie Du", landete auf Platz 16. Das ist der höchste Charteinstieg, den der sympathische Mannheimer bisher landen konnte. Dabei ist das längst noch nicht das beste Stück auf seinem fünften Studio-Album, bei dem es einiges zu entdecken gibt. Der Titelsong zum Beispiel überrascht mit sehr kühlen Elektro-Klängen, die einen spannenden Kontrast zu der samtig-warmen Stimme von Laith Al-Deen ergeben. "Du" hingegen ist ein ganz schwungvoller, Reggae-esker Song, der richtig munter macht.

Abgesehen davon herrscht - vor elektronischem Hintergrund - wieder die reduzierte Instrumentierung vor, viel Piano und Gitarre sind zu hören. Doch auch Bläser setzen Akzente. Fünf Stücke stammen diesmal sogar erstmals aus Sessions mit der Live-Band. Die Liebe zum Detail ist hörbar. Es ist der vertraute Al-Deen-Sound mit neuen Ansätzen.

In den Balladen, den mal hymnischen, mal groovigen Songs geht es natürlich doch um die Liebe - aber in all ihren Facetten ("Wo du bist") und ohne in den Kitsch abzudriften. Denn es fehlt auch nicht an Selbstironie, wie ein nachgestelltes, leises "Jetzt is' aber gut" nach "Du" klar macht.

Dass die im wahrsten Sinne liebevolle Scheibe teilweise wie der frühe Laith Al-Deen klingt, liegt auch daran, dass sie wieder Marke Schallbau ist - produziert vom bewährten Team. Aber: "Soundtechnisch haben wir mit dem neuen Album meiner Ansicht nach den bisher größten Schritt gemacht", findet Laith Al-Deen. "Und das Endergebnis ist ganz eindeutig Mainstream-fähiger Pop. Keine Frage. Das ist ja schließlich etwas, das ich sehr, sehr gerne mache."

Mitte Oktober geht Laith Al-Deen auf Deutschland-Tour:

16.10., München, Tonhalle

18.10., Stuttgart, Hegelsaal

20.10., Karlsruhe, Festhalle Durlach

21.10., Mannheim, Mozartsaal

22.10., Ulm, Roxy

23.10., Radolfzell, Milchwerk

25.10., Trier, Europahalle

26.10., Köln, E-Werk

27.10., Dortmund, Westfalenhalle 2

28.10., Bielefeld, Ringlokschuppen

30.10., Leipzig, Haus Auensee

31.10., Dresden, Alter Schlachthof

01.11., Berlin, Columbiahalle

03.11., Fürth, Stadthalle

04.11., Offenbach, Capitol

07.11., Weimar, Weimarhalle

08.11., Göttingen, Stadthalle

09.11., Hannover, Capitol

12.11., Hamburg, Grosse Freiheit

13.11., Kiel, Max

14.11., Rostock, Stadthalle

16.11., Bremen, Pier 2

Petra Fürst


Datum: 11.06.2007

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