(tsch) Wenn Männer nie erwachsen werden, lässt sich das meist an ihrem weiterentwickelten Matchbox-Tick erkennen. Die Liebe zu großen Autos mit noch imposanteren Motoren ist ein weltweites Phänomen, und nicht erst seit dem Oktan-Epos "The Fast And The Furious" ist Hollywood zuverlässiger Lieferant für chromblitzende Träume. Nun rollt die Fortsetzung "2 Fast 2 Furious" (2003) abermals bei RTL an den Start ...
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Das vorweg: Vin Diesel spielt hier nicht mehr mit. Stattdessen stand R'n'B-Star Tyrese an der Seite von Paul Walker. Der sonst so gefühlvolle Black-Music-Barde, der sich sichtlich in der Rolle des harten Jungen gefällt, schlägt sich jedoch erstaunlich gut, wobei sich die Güte des gesamten Films auf der Ebene eines edlen Stock-Car-Rennens bewegt. Es wird wüst geschaltet, das Gaspedal in den Motorraum gedrückt. 90 Meilen, 120 Meilen: Für die Rennmaschinen gibt es wenig Ruhepausen im qualmenden PS-Wettstreit.
So spaßig das alles anzusehen ist, so bunt, laut und völlig sinnfrei ist es: Charme fehlt der von John Singleton inszenierten Blechparade gänzlich. Da erinnert man sich gerne wehmütig an die spektakulären Rennfahrerfilme aus den 70-ern oder gar an die "Taxi"-Trilogie des französischen Kult-Produzenten Luc Besson. Keine Rennszene, die in "2F2F" nicht mit Hilfe des Computers noch gefährlicher, impulsiver, halsbrecherischer erscheint. Selbst Boliden-Häuptling Paul Walker gibt zu, es sei ein bloßes "Fun-Movie": Niemand soll auch nur im Ansatz über die Spieldauer des Films hinaus mit tiefschürfenden Denkanstößen oder gar Problemen belästigt werden. Und das ist vielleicht auch gut so.
Die einfach gestrickte Handlung - Ex-Cop Walker (zuletzt in Clint Eastwoods Weltkriegsdrama "Flags of Our Fathers" zu sehen) soll sich mit Ex-Kumpel Tyrese undercover mit einem Drogenboss anfreunden, um die Polizei sodann zu dessen dreckigem Geld zu führen - ist schneller erzählt, als die beiden Mitsubishi Evolutions im Film auf Touren kommen.
Latina-Star Eva Mendes ("Ghost Rider") brilliert nicht gerade als verdeckte Ermittlerin im Einsatz an des Bösen Seite, überredete aber John Singleton zumindest, eine Bettszene zu streichen. Die "Buttshots" der unzähligen sich auf Motorhauben räkelnden Models zu Beginn des Films seien schon platt genug gewesen, wie sie erzählte. Aber so ist das nun mal mit Auto-Filmen: Es muss alles einfach und schnell sein. Dann lieben es die Männer. Rund 130 Millionen Dollar spielte "2F2F" alleine in den USA ein - ein Wert, der vom dritten und wohl letzten Teil der Highspeed-Hatz (2006) trotz exotischer Location (Tokio!) nicht mal ansatzweise erreicht werden konnte ...
Gerd Hilber
Brian O'Conner (Paul Walker) hat es nach Miami verschlagen, wo er Straßenrennen fährt. Als er von der Polizei aufgegriffen wird, schlägt diese ihm einen Deal vor: Er soll als Undercover-Agent den schmierigen Drogenboss Carter Verone zur Strecke bringen. (RTL)
Schöner als jedes Auto: Bundesagentin Monica Fuentes (Eva Mendes) spielt die Freundin des Drogenbosses Verone, um ihn so zu überführen. (RTL)
Roman Pearce (Tyrese Gibson) macht eine gute Figur als Undercover-Agent im Drogenmilieu. (RTL)
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