(tsch) Der Film will ein einziges Rätsel sein. Sind alle verdächtig? Ist es niemand? Ist ein Mord geschehen? Oder gar mehrere? Was ist passiert? Es dauert lange, bis das Drehbuch von Clark Gregg die Fragen beantwortet - auf äußerst spektakuläre Weise. "Schatten der Wahrheit" (2000) ist nicht nur ein ziemlich ausgeklügelter und spannender Thriller, er überrascht auch mit seiner Besetzung. An der Seite von Michelle Pfeiffer, der nach jahrelanger Durststrecke hier endlich wieder ein Erfolg gelang, spielt Harrison Ford den Bösewicht. Und das ist eine Rolle, die wohl kaum jemand mit dem Mann, der als Han Solo und Indiana Jones immer auf der guten, heldenhaften Seite stand, in Verbindung gebracht hätte. "Ich bin nun mal meistens der Good Guy", sagt dann auch Harrison Ford, und gerade deshalb sei er erste Wahl gewesen für die Rolle. vox wiederholt den Mystery-Streifen nun erneut.
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Es war das erste Mal, dass sich der Regisseur Robert Zemeckis ("Forrest Gump", "Polarexpress") an einem klassischen Thriller versuchte. Seine Vorbilder sind klar: Einige Szenen erinnern, wenngleich moderner fotografiert, an Altmeister Alfred Hitchcock.
Es geht um das Ehepaar Claire (Michelle Pfeiffer) und Norman Spencer (Ford), das zunächst seine Tochter verabschiedet, die studieren wird. Claire ist fortan viel alleine in dem großen Haus am See. Denn ihr Mann, ein geachteter Wissenschaftler, hat nur wenig Zeit für sie. Doch auf dem Anwesen geschehen bald schon merkwürdige Dinge: ein Bilderrahmen, der von der Wand fällt, eine Badewanne, die sich von alleine füllt. Claire beobachtet außerdem mit Argusaugen ihre Nachbarn, und irgendwann glaubt sie fest daran, dass ein Mord geschehen sein muss. Schließlich erscheint ihr gar das Gesicht eines jungen Mädchens. Norman will die Befürchtungen seiner Frau zerstreuen. Aber sie kommt schließlich darauf, dass er sie früher einmal betrogen hat.
Robert Zemeckis und seine Crew arbeiteten in nahezu allen Bereichen mit den etablierten Mitteln des Suspense, machen dann aber auch ihr Zugeständnis an die Erfordernisse der modernen Zeit. Zemeckis konstruiert ein bisschen zu viel und treibt seine Story schließlich auf ein fulminantes Ende hin.
Harrison Ford wird demnächst wieder auf die gute Seite wechseln und seine Peitsche schwingen. Der mit Cate Blanchett in der Rolle des weiblichen Schurken hochkarätig besetzte vierte Teil der "Indiana Jones"-Saga soll am 22. Mai nächsten Jahres in den Kinos starten.
Claas Nielsen
Dem Wahnsinn nahe, beginnt Claire (Michelle Pfeiffer) mit Nachforschungen über vermisste Personen, und langsam, Stück für Stück, setzt sich aus einem Gespinst von Lügen die Wahrheit zusammen. (vox)
Norman (Harrison Ford) hat beobachtet, wie seine Frau in den See gefallen (oder gesprungen) ist, und versucht, sie zu retten. (vox)
Claire (Michelle Pfeiffer) glaubt, dass sich in der Nachbarvilla fürchterliche Dinge abspielen. Norman (Harrison Ford) hält das für eine Einbildung. (vox)
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