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Von Frau zu Frau

Von Frau zu Frau

(tsch) Was für ein Albtraum für jeden frisch verliebten Mann: Erst lächelt ihn die zuckersüße Mandy Moore verführerisch an, und als nächstes fuchtelt Diane Keaton als potenzielle Schwiegermutter aus der Kulisse ... überfürsorglich, überspannt und überdreht wie eh und je. Die einstige Stadtneurotikerin spielt mal wieder ihr strapaziöses Leinwand-Alter-Ego facettenreich herunter (Dabei ist Diane Keaton persönlich nach Selbstauskunft extrem schüchtern). Sie gibt alles, mehr als das und irgendwie zu viel, wenn sie als Daphne "Von Frau zu Frau" versucht, die Jüngste ihrer drei Töchter unter die Haube zu bringen.

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Daphne Wilder kann stolz sein auf ihre prachtvoll gediehene Töchter-Schar, die sie alleine großgezogen hat: die vernünftige Maggie ("Gilmore Girl" Lauren Graham, demnächst in "Evan Allmächtig"), die kesse Mae (Piper Perabo) und Nesthäkchen Milly (Mandy Moore, großartig in "American Dreamz"). Nun dreht sich das familiäre Geschnatter um Mutters 60sten. Doch die Jubilarin wendet sich lieber anderen Themen zu: "Warum feiern wir meinen Anfang vom Ende?" Ihre Jüngste ist nämlich Single, und das will Muttern ändern. Daphne wühlt sich wacker und heimlich durch Online-Partnerschafts-Börsen, bis sie dort den Architekten Jason (Tom Everett Scott) auftut. Milly lernt derweil auch den Musiker Johnny (Gabriel Macht, "Der gute Hirte") kennen. Weil sie sich nicht entscheiden kann, datet sie mal beide ... während Daphne nichts ununternommen lässt, dem Besten für ihr Kind auf die Sprünge zu helfen. Unverhofft kommt oft: Dabei trifft die zugeknöpfte Übermutter, die von ihren Töchtern in ihre Schranken gewiesen wird, selbst Johnnys Vater Joe (Stephen Collins aus "Eine himmlische Familie") ...

Diane Keaton, hochverdiente Darstellerin mit großem komödiantischen Talent, ist eigentlich gerne gesehen und so etwas wie ein Qualitätsgarant. Doch solches Überengagement ist über eine durchschnittliche Spielfilmlänge hinweg nur schwer zu ertragen. Mandy Moore, die ab 30. August schon einen Schritt weiter ist und sich im Kino um die "Lizenz zum Heiraten" bemüht, sowie ihren teils populären Co-Darstellern aus dem TV bleibt da nicht mehr viel Raum.

Auch ist die Story des "Seite an Seite"-Autoren-Duos Karen Leigh Hopkins und Jessie Nelson reichlich vorhersehbar und wenig originell. Der routinierte Romantic-Comedy-Regisseur Michael Lehmann ("40 Tage, 40 Nächte") inszenierte sie laut und slapstickhaft. Man fühlt sich unangenehm an das "Schwiegermonster" und "Aufgelegt!" erinnert und wähnt sich in einem müden Abklatsch von "Was das Herz begehrt" - das einen Typen von Jack-Nicholson-Format schmerzlich vermissen lässt.

Petra Fürst

Credits:
V:Warner, USA 2007, R: Michael Lehmann, D: Diane Keaton, Mandy Moore, Gabriel Macht u.a.

Laufzeit: 101 Min.

Kinostart:
2. August 2007


Daphne Wilder (Diane Keaton) will eben nur das Beste für ihr Kind.
Daphne Wilder (Diane Keaton) will eben nur das Beste für ihr Kind. (2007 Warner Bros. Ent.)

Milly (Mandy Moore) hat zwei heiße Dates - und ahnt nicht, wer dahinter steckt.
Milly (Mandy Moore) hat zwei heiße Dates - und ahnt nicht, wer dahinter steckt. (2007 Warner Bros. Ent.)

Maggie (Lauren Graham, links), Milly (Mandy Moore, Zweite von rechts) und Mae (Piper Perabo) weisen Daphne (Diane Keaton) in ihrer Mutterliebe in ihre Schranken.
Maggie (Lauren Graham, links), Milly (Mandy Moore, Zweite von rechts) und Mae (Piper Perabo) weisen Daphne (Diane Keaton) in ihrer Mutterliebe in ihre Schranken. (2007 Warner Bros. Ent.)

Datum: 02.08.2007

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Diskussion: "Von Frau zu Frau"

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