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Home of the Brave

Home of the Brave

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Amerikanische Kriegsfilme sind in der Regel mit der nötigen Distanz zu "genießen". Oft arten die Dramen in patriotische Heldenepen aus, die kritiklos den Einsatz und den grenzenlosen Mut der US-Soldaten feiern und tödliche Gefechte wie ein Action-Feuerwerk inszenieren. Doch immer häufiger erklingen aus Hollywood auch mahnende Untertöne. Am eindrucksvollsten gelang das zuletzt Clint Eastwood mit seinen bewegenden Kriegsfilmen "Flags Of Our Fathers" und dem preisgekrönten "Letters From Iwo Jima". Irwin Winklers Drama "Home Of The Brave" (2006), das nun als DVD-Premiere erscheint, setzt sich kritisch mit dem Irakkrieg auseinander. Sein Fokus liegt auf der Sicht der Soldaten, auf ihrer Rückkehr in die USA und dem Leben nach dem Krieg. Was, wenn die Helden nach Hause kommen? Der Film gibt eine traurige Antwort.

In zwei Wochen soll der Schrecken ein Ende haben. Dann darf ein Trupp amerikanischer Soldaten wieder nach Hause. Nur noch ein letzter Auftrag trennt die Frauen und Männer von ihren Freunden, Familien, einem Leben in Frieden. Bei einem humanitären Einsatz soll ein Doktor in ein Dorf nahe Bagdad gebracht werden. Die Freude auf die Heimreise weicht großer Anspannung, als das Dorf erreicht ist. Die engen Gassen stellen eine Bedrohung dar. Jedes parkende Auto kann zur Falle werden. "Diese humanitären Einsätze bringen uns alle unnötig in Gefahr", mault noch einer der Soldaten. Kurze Zeit später ist er tot. Der Konvoi gerät in einen Hinterhalt. Nur wenige, darunter der Militärarzt Will Marsh (Samuel L. Jackson) und die Soldaten Jamal (Curtis Jackson, "50 Cent"), Tommy (Brian Presley) und Vanessa (Jessica Biel), überleben und kehren zurück in die Heimat. Doch selbst im sicheren Zuhause geht der Kampf weiter.

Der Alltag wird für die Traumatisierten zu einer harten Bewährungsprobe. Nicht nur der Frieden im ehemaligen Einsatzgebiet, auch der innere Frieden ist zerrüttet. Der Film bewegt, auch wenn die Schicksale der Veteranen manches Mal allzu inszeniert wirken. Winklers Figuren vertreten zwar die unterschiedlichsten Positionen und doch will der Regisseur keine politischen Antworten geben. "Home Of The Brave" ist ein filmisches Denkmal für all jene, die aus dem Krieg zurückgekehrt sind, ihn in ihrem Inneren jedoch weiterführen.

Die technische Seite der DVD kann nicht recht überzeugen. Harte Kontraste lassen die Bilder kantig wirken. Die Schwarztöne sind schlecht abgestuft. Auch bei der Schärfe der Bilder gibt es Punkteabzug. Trotz DTS-Sounds sind die Umgebungsgeräusche zurückhaltend. Der Ton dringt überwiegend aus den vorderen Boxen, während der Soundtrack sich auch auf die hinteren Lautsprecher verteilt. Das Making Of im Bonusteil vermittelt einen guten Eindruck von den Dreharbeiten und den Hintergründen zum Film.

Nina Fischer

bewertungsbox

bildformat 2,35:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (DTS / 5.1), Englisch (5.1)
untertitel Deutsch
extras Making Of; Biografien; Filmografien
laufzeit 102 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 10 Euro
bewertung bild befriedigend
bewertung ton befriedigend
bewertung extras gut

Credits:
(USA 2006, R: Irwin Winkler, D: Samuel L. Jackson, Jessica Biel, 50 Cent u.a.)


Irwin Winkler setzte mit "Home Of The Brave" den Heimkehrern aus dem Irakkrieg ein filmisches Denkmal.
Irwin Winkler setzte mit "Home Of The Brave" den Heimkehrern aus dem Irakkrieg ein filmisches Denkmal. (e-m-s)

Jamal (Curtis Jackson, "50 Cent") beobachtet angespannt das Treiben auf den Straßen.
Jamal (Curtis Jackson, "50 Cent") beobachtet angespannt das Treiben auf den Straßen. (e-m-s)

Will Marsh (Samuel L. Jackson) ist nach Hause zurückgekehrt. Seine Ehefrau (Victoria Rowell) ahnt noch nicht, wie zerrüttet es in ihm aussieht.
Will Marsh (Samuel L. Jackson) ist nach Hause zurückgekehrt. Seine Ehefrau (Victoria Rowell) ahnt noch nicht, wie zerrüttet es in ihm aussieht. (e-m-s)

Datum: 10.08.2007

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