Mitten ins Herz - Ein Song für Dich
Mitten ins Herz - Ein Song für Dich
Anzeige Wenn ein alternder Popstar an den Erfolg früherer Tage anzuknüpfen versucht, ist das oftmals peinlich. Die Stimme ist nicht mehr so klar wie damals, und die Gelenkschmiere reicht für akrobatische Tanzeinlagen längst nicht mehr aus. In einer flotten Musikkomödie von 2006 zeigte "Miss Undercover"-Autor Marc Lawrence, dass sich trotz allem die Mühe lohnt, es noch einmal zu versuchen. Dann klappt's vielleicht nicht mit dem Erfolg, aber mit der Liebe. "Mitten ins Herz" traf der Film mit Hugh Grant als alterndem Popstar hierzulande rund eineinhalb Millionen Kinogänger. Für einen amüsanten Abend auf der Couch gibt's die seichte und kitschige Romanze nun auf DVD. Alex Fletcher (Hugh Grant), so der Name der einstigen Hälfte des Erfolgsduos "PoP!", einer 80er-Jahre-Formation in Spandexhosen und mit Vokuhilaföhnfrisur, hat seine besten Tage weit hinter sich. Gemeinsam mit seinem konsternierten Manager muss er um jedes Engagement kämpfen. Bis ein Britney Spears/Christina Aguilera/Lindsay Lohan-Klon auftaucht, sich als große Verehrerin Fletchers erklärt und ihn darum bittet, einen ergreifenden Love-Song für ihr neues Album zu schreiben. Dumm nur, dass Alex völlig unbegabt im Umgang mit Wörtern ist und allenfalls in die Tasten hauen kann. Umso gelegener kommt ihm seine Blumengießerin Sophie, die gerade noch Literatur studierte und eine hoch begabte Autorin ist. Und ehe man sich versieht, ist der Song in größtenteils harmonischem Teamwork geschrieben, mehrere Male gesungen, verkauft, gefeiert und alle liegen sich im Arm, küssen und herzen sich. Schluss, Klappe, Abspann. Was so kurz weilt wie das Lieblingslied im Radio, ist zumindest bis zur Hälfte unterhaltsam und teils überraschend humorvoll anzusehen. Während Drew Barrymore sich in der Rolle der fahrigen Blumenfrau unter Wert verkauft, glänzt Hugh Grant mit scheinbar improvisierten Tanzeinlagen und jeder Menge komischem Sex-Appeal, der auch in seiner parodistischen Präsentation noch den einen oder anderen Hingucker für die weibliche Zuschauerschaft bietet. Diesem Vergnügen tut die technische Seite der DVD allerdings keinen Gefallen. Die Bildqualität erreicht lediglich TV-Standard. Es grieselt körnig, und die Umrisse sind unscharf, sowohl in den Nahaufnahmen als auch in den Massenszenen wie beim kreischenden Publikum. Klanglich kommt die Hysterie leider nicht wirklich rüber. Der Ton konzentriert sich auf den Center, lediglich die Filmmusik verteilt sich auch auf die hinteren Surroundboxen. Besonders witzig unter den Extras ist das Musikvideo zum 80er-Jahre-Hit "Pop! Goes My Heart". Der peinliche Auftritt von Hugh Grant - die Filmszene ist hier als eigenständiges Musikvideo zu sehen - zählt zu den humorigen Höhepunkten der Komödie: die 80er-Jahre-Klamotten, der Womanizer als debil grinsender Wham!-Verschnitt und die wahnsinnig schlechte Choreografie sind fürweahr amüsant. Auch auf Blu-ray (VÖ: 17. August) und auf HD-DVD (VÖ: 17. August) erhältlich. Pauline Kunze bewertungsbox
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Credits: |
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