(tsch) Vom Polizistensohn aus der Steiermark zum Herrscher über die fünfgrößte Industriemacht weltweit - arg viel höher kann Arnold Schwarzenegger auf der Karriereleiter nicht mehr klettern. Er ist 60 Jahre alt, siebenfacher Mr. Olympia, auf ewig der Terminator, zum zweiten Mal Gouvernator von Kalifornien, und er steht auf der Liste der 100 einflussreichsten Menschen weltweit. Das Filmgeschäft, durch das er populär wurde, hat Schwarzenegger, von wenigen Cameo-Auftritten abgesehen, mittlerweile an den Hangel gehängt. Was bleibt, sind die Wiederholungen seiner Akschn-Streifen im TV. "The 6th Day" (2000) bei vox war seine drittletzte Hauptrolle.
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Trotz seines futuristischen Outfits und Themas ist "The 6th Day" einer der schlichtesten Produktionen Arnold Schwarzeneggers. Der Bombast, das Pathos, das zum Beispiel noch "End of Days" oder auch "Terminator 3" ausmachte, der Temporeichtum von "Eraser" - all das besitzt der Thriller von Regisseur Roger Spottiswoode nicht.
Am ehesten erinnert die Idee, die von den Autoren Cormac und Marianne Wibberley ausformuliert wurde, an "Total Recall" (vox, 22.25 Uhr). "The 6th Day" geht von einem Szenario aus, das in der näheren Zukunft angesiedelt ist und gar nicht so unmöglich erscheint. Die Menschheit hat gelernt, Lebewesen und auch Nahrungsmittel zu klonen. Aus Sicherheits-, aber auch aus moralischen Gründen ist es allerdings untersagt, diese Technologie bei Menschen durchzuführen.
Arnold spielt den Familienvater Adam Gibson, der den modernen Technologien skeptisch gegenübersteht. Er kommt eines Tages nach Hause und sieht sich selbst bei seiner Geburtstagsfeier durchs Fenster. Er wurde geklont und einfach ersetzt. Schon stehen zwei Typen vor ihm, die ihn liquidieren wollen. Nun gilt es, erst zu fliehen und dann festzustellen: Was ist passiert? Der Zuschauer folgt dabei dem ahnungslosen Mann auf Schritt und Tritt. Hintergrund: Der skrupellose Unternehmer Drucker (Adam Goldwyn) betreibt heimlich das Klonen von Menschen. Fälschlicherweise glaubt er, den Hubschrauberpiloten Gibson bei einem Zwischenfall getötet zu haben. Er ersetzt ihn also, um sein Versagen zu vertuschen. Doch Gibson lebt - nun gar zweimal. Ein Fehler, der wieder behoben werden soll, indem man das Original beseitigt.
Gerd Hilber
Familienvater Adam (Arnold Schwarzenegger) erlebt seinen größten Albtraum: Ein Klon hat ihn ersetzt, die Verantwortlichen trachten ihm nach dem Leben und die Behörden halten ihn für verrückt. (vox / Columbia Tristar)
Kann Gibson (Arnold Schwarzenegger) der Killerin Talia (Sarah Wynter) entkommen? (vox / Columbia Tristar)
Der Leiter des umstrittenen Klonprojektes, Dr. Weir (Robert Duvall, links), muss Adam (Arnold Schwarzenegger) Rede und Antwort stehen. (vox / Columbia Tristar)
Datum: 06.09.2007
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