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Death Sentence

Death Sentence - Todesurteil

(tsch) "Zynischer Höhepunkt der Welle übler amerikanischer Selbstjustizfilme" urteilte das "Lexikon des internationalen Films" wenig schmeichelhaft über "Ein Mann sieht rot" (1974). Neben einigen Filmkritikern äußerten auch Jugendschutzbeauftragte ihre Bedenken. Wieder andere relativierten die Ängste, nach denen der Film zur Selbstjustiz aufrufe. An Michael Winners Actionstreifen schieden sich die Geister - und die Box-Office-Ergebnisse trieben in die Höhe. In "Death Sentence- Todesurteil" schlüpft nun Kevin Bacon in die Rolle des von Charles Bronson so legendär verkörperten Racheengels. Auch dieser knallharte Actionfilm basiert auf einem Buch von Brian Garfield, der "Death Sentence" bereits 1975 als Sequel zu seinem Erfolgsroman "Death Wish" ("Ein Mann sieht rot") verfasste. Dass als Regisseur des Films nun der "Saw"-Erfinder und Regisseur James Wan verantwortlich zeichnet, dürfte Jugendschützern erneut wenig Grund zur Freude geben.

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Nick Hume (Bacon) führt ein Leben wie aus dem Bilderbuch: Der Angestellte einer Kapitalanlagefirma ist glücklich mit der attraktiven Helen (Kelly Preston) verheiratet und ist Vater zweier Söhne im Teenager-Alter. Einer von ihnen, Brendan (Stuart Lefferty), macht ihn derzeit besonders stolz, denn er ist ein äußerst talentierter Eishockey-Spieler, der ein Angebot von einem College in Kanada bekommen hat. Doch die Uni wird der Junge niemals besuchen können, denn auf dem Heimweg von einem seiner Spiele geraten Vater und Sohn in einen Tankstellenüberfall, bei dem Brendan tödlich mit einer Machete verletzt wird. Bevor die Täter fliehen, reißt Nick einem von ihnen noch die Maske vom Kopf.

Bei einer polizeilichen Gegenüberstellung kann der trauernde Vater den Verbrecher Joe Darly (Matt O'Leary), ein junges Gangmitglied, eindeutig identifizieren. Doch als er erfährt, dass der Täter nur wenige Jahre absitzen müsste, ändert Nick seine Aussage, um "Recht und Gesetz" in die eigenen Hände nehmen zu können. Als Joe Darly freigelassen wird, verfolgt der rachesüchtige Vater ihn und seine Kumpels. In einem Zweikampf tötet Nick schließlich den jungen Mann. Nun schwört auch dessen Gang Rache und dringt in das Haus der Humes ein. Es folgt ein Kampf Auge um Auge, Zahn um Zahn ...

"Blut kann man nicht einfach abwaschen. Es kommt zurück und verfolgt dich", ließ Hauptdarsteller Kevin Bacon arg melodramatisch über seinen Part des Rächers verlauten, der schließlich selbst zum Gejagten wird. "Dieser Kerl muss einsehen, dass sein Handeln Folgen nach sich zieht", erklärt auch Regisseur Wan. Kurz gefasst: Selbstjustiz ist also schlecht. Schön ist es wohl aber, selbige in epischer Breite darzustellen und den Zuschauer an Humes erbarmungslosem Rachefeldzug teilhaben zu lassen. Ein Kinoerlebnis ist der Action-Reißer für all jene, die hinter dem blutrünstigen Gewaltrausch keine ernst zu nehmende Botschaft erwarten.

Ute Nardenbach

Credits:
V:Concorde, USA 2007, R: James Wan, D: Kevin Bacon, Kelly Preston, John Goodman u.a.

Laufzeit: 101 Min.

Kinostart:
13. September 2007


Nick Hume (Kevin Bacon) will den Mord an seinem Sohn rächen.
Nick Hume (Kevin Bacon) will den Mord an seinem Sohn rächen. (2007 Concorde Filmverleih GmbH)

Nick Hume (Kevin Bacon) erzwingt Informationen über den Anführer der Straßengang, die seinen Sohn auf dem Gewissen hat.
Nick Hume (Kevin Bacon) erzwingt Informationen über den Anführer der Straßengang, die seinen Sohn auf dem Gewissen hat. (2007 Concorde Filmverleih GmbH)

Die Familie Hume (von links: Kevin Bacon, Kelly Preston, Jordan Garrett) trauert um den verstorbenen Sohn und Bruder Brendan.
Die Familie Hume (von links: Kevin Bacon, Kelly Preston, Jordan Garrett) trauert um den verstorbenen Sohn und Bruder Brendan. (2007 Concorde Filmverleih GmbH)

Datum: 09.09.2007

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Diskussion: "Death Sentence"

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