Laws of Attraction - Was sich liebt, verklagt sich
(tsch) Es ist das Aufeinanderprallen von überzeichneten Gegensätzen, meist weiblicher und männlicher Art, das diese Screwball-Komödie von 2004 ausmacht. Mit Cleverness und gutem Timing inszeniert kann sich eine klassische amerikanische Komödie im Stil der 40er-Jahre ergeben, und Vorbilder wie Katherine Hepburn und Spencer Tracy lassen grüßen. Mehr will Peter Howitts "Laws of Attraction - Was sich liebt, verklagt sich" auch nicht sein. Aber auch nicht weniger. RTL zeigt die durchaus amüsante, im Kino allerdings erfolglose Komödie (nur rund 53.000 Besucher) erstmals im Fernsehen.
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Ein von Charakteren getragener Film benötigt zwei starke Hauptdarsteller. Julianne Moore, die ab 10. Januar 2008 in dem Musikdrama "I'm Not There" zu sehen sein wird, und "007" a.D., Pierce Brosnan - er steht derzeit für die romantische Komödie "Mamma Mia!" vor der Kamera -, nahmen die Herausforderung an. Als Milieu des Geschlechterkampfs fungiert der Gerichtssaal. Hier machten sich Daniel Rafferty (Brosnan) und Audrey Woods (Moore) bereits einen Namen im Scheidungsrecht. Jetzt führt sie ein Fall zum ersten Mal gemeinsam vor den Richter.
Die Komödie "Laws of Attraction" zieht ihren Witz aus der Konfrontation der korrekten, ehrgeizigen Streberin Audrey mit dem genialen Chaoten Daniel, der im Gerichtssaal ein Nickerchen hält, bevor er sein unschlagbares Plädoyer hält. Doch der Ton wandelt sich schon bald, und das irritiert ein wenig, ins Ernsthafte, als das explosive Duo für einen mit schmutzigen Mitteln geführten Scheidungskrieg nach Irland reist.
Hier küssten und schlugen sich jahrelang ein wilder Rockstar (Michael Sheen) und seine extravagante Frau (Parker Posey) auf einem Schloss. Wer das Gebäude nach der Scheidung behalten darf, das sollen nun die Anwälte der beiden klären. Ein irisches Volksfest mit viel Whiskey und ein Ring am Finger am nächsten Morgen stürzen aber bald die Anwälte selbst in eine Ehekrise.
Pierce Brosnan - hier mal in modischen Geschmacksverirrungen à la "Columbo" zu sehen - entdeckt den Cary Grant in sich. Schon in der 80er-Jahre-TV-Serie "Remington Steele" bewies er andeutungsweise, was für ein witziger Kerl er sein kann. Den James Bond darf er leider nicht ganz ablegen. Ähnlich wie der Agent ihrer Majestät pflegt Rafferty den Chauvinismus. "Laws of Attraction" eifert nicht nur den Klassikern nach, sondern reproduziert auch das Geschlechterverhältnis und Frauenbild dieser Zeit. Wer sich damit wohlfühlt, wird gut unterhalten, denn die Dialoge und Situationen haben viel Witz.
Jasmin Herzog
Audrey Woods (Julianne Moore) ist erfolgreiche Scheidungsanwältin. Die Berufserfahrung lehrte sie, sich vor Männern in Acht zu nehmen. (RTL)
Audrey Woods (Julianne Moore) und ihr Mandant - der wilde Rockstar Thorne Jamison (Michael Sheen) - hoffen, dass der Scheidungskrieg bald ein Ende nimmt. (RTL)
Zwischen den erfolgreichen Scheidungsanwälten Daniel Rafferty (Pierce Brosnan) und Audrey Woods (Julianne Moore) herrscht ein starker Konkurrenzkampf. (RTL)
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