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Rooney - Calling The World

Rooney Calling The World

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Ein bisschen sieht er doch aus wie Oasis. Und bald wird Robert Schwartzman auch so bekannt sein, wie es die Gallaghers in den 90-ern wurden. Denn bei dieser Band passt alles. Man muss und möchte huldigen, weil: Betritt man einen Raum, in dem Rooney spielen, wippt man nach maximal zwei Minuten mit und ist guter Laune. Die CD vermag einen aus jedweder Lage zu befreien, weil sie schunkelt, dich herzt - und wenn das noch so kitschig klingt. Ned, Taylor, Louie, Matthew und Robert - willkommen im Club. Wobei, eigentlich ist Rooney eine One-Man-Show des Frontmanns, der Erste, der es schafft, Glamour und Bodenständigkeit zu verbinden.

Er animiert das Publikum, als sei es das erste Mal. Ja, mag sein, dass das daran liegt, dass er weitläufig aus einer Hollywood-Dynastie stammt, jedenfalls ist er mit Nicolas Cage, Coppola und der ganzen Sippe verschwippschwagert. Ihr Bandname stammt aus dem Teenie-Streifen "Ferris macht blau", und würde der heute neu verfilmt, es gäbe keinen besseren Soundtrack als den von Rooney. Dieses angenehme Maß an Banalität, wenn ein "Calling The World" durch den Raum schäumt. Wunderbare Gitarrenmelodien, man hätte es in den Neunzigern als Indie-Pop bezeichnet. Doch einfach allein reicht nicht. Manchmal hört man eine Witzigkeit und Originalität, wie man sie einst von Weezer kannte. Rooney haben mit ihrem vorwurfsvollen "When Did Your Heart Go Missing?" einen Merkzettel geschaffen, der daran erinnert, dass es einem nicht die Gesamtstimmung verderben muss, wenn Menschen oft mehr anders sind als einem lieb ist. Eine Single, die früher oder später in der Heavy Rotation landen muss. Wer all die toughen, roughen Rocker der Gegenwart mag, insgeheim aber auch Phoenix gar nicht so schlecht findet, wird mit diesem Album glücklich. Dazu alle die, die sich mal wieder Songs wünschen, die man nach einmaligem Hören wiedererkennt. Balladen allerdings sind nicht ihre Stärke, das fällt zwar kaum ins Gewicht und betrifft nur "Tell Me Soon", sei aber der Vollständigkeit halber vermerkt. Die inzwischen auf Mitte 20 gereiften Jungs aus Los Angeles starten gerade ihren zweiten Anlauf und mancher hat sie noch von ihrem selbstbetitelten Debüt im Kopf, das allerdings schon fünf Jahre alt ist. Beim dritten klappt das dann auch noch mit den langsamen Stücken.

Claudia Nitsche


Datum: 05.10.2007

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Diskussion: "Rooney - Calling The World"

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