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The Hives - The Black And White Album

The Hives The Black And White Album

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Bescheidenheit war noch nie eine Tugend der Hives. Während ihrer zahllosen Gigs bezeichnen sie sich gerne als beste Band der Welt. Ihr fünfter Longplayer "The Black And White Album" zeugt jedoch fast von Größenwahn. Da will man es offenbar mit Metallica und den Beatles gleichzeitig aufnehmen. Vier verschiedene Produzenten mischten an dem Album mit, auf dem die fünf Schweden all das machten, "was wir normalerweise nicht tun würden": Da werden HipHop- und R'n'B-Einflüsse eines Timbaland mit dem Brit-Pop-Sound von Jacknife Lee vermixt, der unter anderem schon Bloc Party, U2 und Snow Patrol zur Seite stand. Ein paar verspielte Indie-Ingredienzen von Dennis Herring, dem Produzenten von Modest Mouse, wurden hinzugefügt. Doch das gewisse Etwas verpasste diesem Produzenten-Potpurri ein ganz anderer Soundzauberer: Pharrell Williams.

Der Überproduzent aus den USA lernte die Schweden in Japan kennen und schlug ihnen vor, "mal etwas gemeinsam zu machen, etwas mit viel Bass-Gitarre". Und so traf man sich im Tonstudio in Florida und in Mississippi wieder. "Wir dachten, dass Pharrell wahrscheinlich gleich beim ersten Treffen die dicken Beats auspackt und mit Synthesizern rumexperimentiert", erinnert sich Frontmann Pelle Almquist an die erste kreative Begegnung. "Aber er ist bei Rockmusik kaum zu bremsen. Wenn man mit jemandem arbeitet, der so abgeht, kannst du dich wieder neu für die Sachen begeistern. Das war wohl das Coolste an Pharrell: dass es ihm in erster Linie um Spaß bei der Arbeit geht."

Am unverkennbarsten drückte Pharrell Williams den Hives seinen Stempel bei dem großartigen Song "T.H.E.H.I.V.E.S." mit der selbstbewussten Message "We Rule The World" auf. Nicht alleine die Schreibweise des Titels erinnert an Williams' Soundprojekt "N.E.R.D.S." Statt zu pogen und wild die Haare zu schütteln, geht der Groove des Songs direkt in die Hüften. Es darf auch mal zu elektronischen Frickeleien ("A Stroll Through Hive Manor Corridors") verträumt hin und hergewogt werden.

Doch trotz unterschiedlichster Einflüsse ließen sich The Hives nicht verbiegen, höchstens verfeinern. Es bleibt die freche Schwedenpunkattitüde, die ihnen so eigen ist. Es bleiben das hämmernde Trommelfeuerwerk, die schnellen Rockriffs und Pelle Almqvists trotzige Stimme, die sich gerne mal überschlägt und die Songs förmlich ins Mikro rotzt. Da sind Chorzeilen, die sich herrlich zum Mitgrölen eignen. Wer auf dem Album das Sagen hat, das machen The Hives denn auch gleich zu Beginn klar, wenn sie die CD mit einem lauten Bombenschlag eröffnen: "Tick Tick Boom". Die Party kann beginnen: "Yeahhhh!"

Live On Stage:

19.11., Hamburg, Docks

20.11., Berlin, Columbiahalle

28.11., Köln, Palladium

30.11., Wiesbaden, Schlachthof

01.12., München, Air & Style

Nina Fischer


Datum: 16.10.2007

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