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Am Limit

Am Limit

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"Ich wollte keinen Kletterfilm machen, der rein auf den Sport fokussiert ist, sondern einen Film, der die menschliche Seite der Huberbuam zeigt und Klettern als Metapher fürs Leben nutzt." Pepe Danquart erreichte sein Ziel. Sein Dokumentarfilm "Am Limit" (2006), der nun auf DVD veröffentlicht wird, ist spannender als so mancher Thriller, bewegender als einige Schmonzetten und eindringlicher als der ein oder andere episch ausladend angelegte Spielfilm.

Im Mittelpunkt stehen die Brüder Thomas und Alexander Huber. Die beiden Bayern gehören zu den weltbesten Kletterern. Sie begaben sich einst nach Kalifornien, um einen Rekord im Geschwindigkeitsklettern zu brechen. Die "Nose", eine 1.000 Meter hohe Granitwand im Yosemite Nationalpark, wollten sie in unter zwei Stunden und 48 Minuten hinaufsteigen.

Um diese extreme Leistung vollbringen zu können, müssten sich beide über eigene Schwächen klar werden und immer wieder das unter Geschwistern übliche Konkurrenzdenken kontrollieren. Denn nur, wenn das bedingungslose Vertrauen in den Partner vorhanden ist, kann solch eine Wand bezwungen werden. Der Rekord ist nur dann zu brechen, wenn auf viele Absicherungen während des Aufstiegs verzichtet wird. Die Gefahr zu stürzen, zurückzufallen und Verletzungen zu erleiden, wird dabei von den Bergsteigern bewusst in Kauf genommen.

Das Filmteam begleitete die beiden Extremsportler zum Training nach Patagonien und bei der Umsetzung des Rekordversuchs in den USA. Vorwiegend bestand die Crew aus erfahrenen Kletterern, die in allerlei Felsspalten positioniert, die Huberbuam aus jeder erdenklichen Kameraperspektive einfingen. Entstanden ist ein vielschichtiges Porträt über zwei grundsympathische Menschen, die weder verrückt noch auf der Suche nach dem Tod sind. Sie beherrschen lediglich die Kunst, im Risiko über sich hinauszuwachsen. Doch vor Fehlern, das beweist "Am Limit", sind auch sie nicht gefeit.

Neben der eindringlichen Charakterstudie zeichnet sich der Film vor allem durch die atemberaubenden Naturaufnahmen aus, die dank der guten Bildqualität der DVD auch im heimischen Wohnzimmer gut zur Geltung kommen. Die kräftigen Farben verlieren trotz ihrer Intensität nicht an Natürlichkeit. Der Ton unterstreicht die Atmosphäre dieses Rekordversuchs inmitten der Natur durch eine gleichmäßige Anspielung der Rear- und Frontlautsprecher. Lediglich die Extras enttäuschen ein wenig. Neben einem Interview mit den Huberbuam befinden sich drei Fotogalerien sowie zwei geschichtliche Abhandlungen in Form von Texttafeln im Bonusteil. Ein Making Of wäre bei dieser spannenden Produktion wünschenswert gewesen.

Julia Köhler

bewertungsbox

bildformat 1,78:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (5.1)
untertitel Deutsch
extras Interviews mit Thomas und Alexander Huber; "Über die Huberbuam"; Klettern als Extremsport; Fotogalerie
laufzeit 96 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 16 Euro
bewertung bild gut
bewertung ton gut
bewertung extras befriedigend

Credits:
(D 2006, R: Pepe Danquart, D: Alexander Huber, Thomas Huber, Dean S. Potter u.a.)


Die DVD zu "Am Limit" ist nun erhältlich.
Die DVD zu "Am Limit" ist nun erhältlich. (Kinowelt)

Alexander Huber klettert am Cerro Torre - einem der schwierigsten Gipfel der Welt.
Alexander Huber klettert am Cerro Torre - einem der schwierigsten Gipfel der Welt. (Kinowelt)

Thomas Huber ist einer der weltbesten Kletterer.
Thomas Huber ist einer der weltbesten Kletterer. (Kinowelt)

Datum: 29.10.2007

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Diskussion: "Am Limit"

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