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SO: Die Spiele der Frauen
Die Spiele der Frauen(tsch) Wie vereint man in einem Film den Spanischen Bürgerkrieg, den Zweiten Weltkrieg und eine erotische Dreiecks-Liebesgeschichte? Was fast unmöglich klingt, versucht Regisseur John Duigan ("Verführung der Sirenen") mit "Die Spiele der Frauen" zu verwirklichen. 2004 kam die pompös inszenierte Mischung aus Liebes- und Geschichtsfilm unter dem Titel "Head in the Clouds" in die Kinos. Jedoch mit sehr bescheidenem Erfolg. Nur knapp 6.000 Besucher wollten den hochkarätig besetzten Streifen sehen. Das Erste zeigt das Drama nun zu später Stunde als Free-TV-Premiere. Die selbstbewusste, schöne Gilda (wunderbar gespielt von Charlize Theron, "Monster") verführt 1933 den schüchternen Cambridge-Studenten Guy (Stuart Townsend). Während das Abenteuer für sie zunächst ohne Bedeutung bleibt, ist Guy auf der Stelle Hals über Kopf verliebt. Gilda zieht nach Paris, wo sie als Fotografin Berühmtheit erlangt. Drei Jahre vergehen, bis die beiden sich wieder sehen und erneut eine leidenschaftliche Liebesbeziehung beginnen. In Gildas spanischer Mitbewohnerin Mia (Penélope Cruz) trifft Guy eine politisch Gleichgesinnte: Beide stellen sich gegen die Diktatur Francos. Auch ihr Entschluss, in Spanien an der Front gegen den aufkommenden Faschismus zu kämpfen, und Gildas spätere Affäre mit dem deutschen Nazi-Offizier Franz (mal wieder: Thomas Kretschmann) lassen die Liebe zwischen Guy und seiner Gilda nicht zerreißen. Viel emotionaler Zündstoff also in einem Film, der ob seines Gefühlswirrwarrs durchaus problematisch hätte ausfallen können. Doch Regisseur John Duigan, der sechs Jahre an der Umsetzung arbeitete, gelang es, mit vergleichsweise niedrigen Produktionskosten, dafür aber hochkarätiger Besetzung, ein eindringliches Liebesdrama zu verfilmen. Bombastische Bilder, elegische Kameraschwenks, eine tieftraurige Geschichte: "Die Spiele der Frauen" geht vor allem zu Herzen, weil die Protagonisten so glaubhaft ihre Leidenschaft und Lebenslust zeigen. Jasmin Herzog |
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