(tsch) Die Flops häufen sich bei Sarah Michelle Gellar. Trotzdem ist die hübsche Vampirjägerin noch immer die mit Abstand erfolgreichste Gruselikone des amerikanischen Film- und Fernsehmarktes - der Serie "Buffy" und dem schnell zum Kult avancierten Horrorfilm "Der Fluch - The Grudge" (2004) sei Dank. Letzteren zeigt ProSieben nun als leicht gekürzte Free-TV-Premiere.
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Die Musik ist spannungsgeladen, und plötzlich zischt direkt vor der Kamera eine schwarze Katze vorbei: Der Klassiker des Horror- und Grusel-Genres hat bei Stephen Kings "Friedhof der Kuscheltiere" funktioniert, und auch Takashi Shimizus "Der Fluch" (2004) bedient sich hier - doch zuvor meucheln die Toten noch kräftig die Lebenden. Und diesmal kann selbst Buffy, die Vampirjägerin, nichts dagegen ausrichten.
Asiatische Untote sind irgendwie fieser als die durchschnittlichen Hollywood-Ausgeburten. "Der Fluch" des japanischen Regie-Neulings Takashi Shimizu ist atemberaubend und klaustrophobisch, die Spannungskurve bricht nie ab. Der Plot ist dabei so simpel wie effektiv: In einem Familienhaus rafft ein Vater, der sich betrogen fühlt, seine junge Frau und den kleinen Sohn samt Kater und anschließend sich selbst dahin - das Anwesen ist fortan mit einem Fluch belegt: Jeder, der es betritt, muss sterben.
Das Publikum kommt, abgesehen von einer kurzen Szene am Anfang, in der sich Sarah Michelle Gellar in Boxershorts neben ihrem Freund (Jason Behr) im Bett räkelt, nicht zum Durchatmen. Gellar spielt die Krankenschwester Karen, die sich um die psychisch kranke Hausmutter kümmern soll. Doch die arme Frau fällt kurz darauf dem mörderischen Geist anheim. Karen hat Glück und kommt vorerst mit dem Schrecken davon. Allerdings steht sie nun ebenfalls auf der Abschussliste.
Regisseur Takashi Shimizu, der mittlerweile mehrere Horror-Versionen des Stoffs (im Original "Ju-On") auf den japanischen Videomarkt gebracht hat, erzählt die Geschichte in verschiedenen Zeitebenen. Anders als bei herkömmlichen amerikanischen Streifen gelang es Shimizu, auf höchstem Spannungsniveau einzusetzen und diese Ebene nicht mehr zu verlassen. Dadurch bildet sich leider auch kein Klimax, was entsprechend auf Dauer recht eintönig wirken kann: Der Film stellt einen einzigen Nerven zerreißenden Höhepunkt dar. Nichts für Zartbesaitete!
Gerd Hilber
Austausch-Krankenschwester Karen (Sarah Michelle Gellar) hört verdächtige Geräusche vom Dachboden des alten Hauses. Was sie dort erwartet, übersteigt ihre kühnsten Vorstellungen. (ProSieben / Constantin Film)
Nachdem Doug (Jason Behr) das Horror-Haus betreten hat, ist er ebenfalls mit dem Fluch belastet. Karen (Sarah Michelle Gellar) versucht alles, um ihren Freund zu retten. (ProSieben / Constantin Film)
Ob es Karen (Sarah Michelle Gellar) wohl gelingt, Kayakos Geist (Takako Fuji) durch ein Gespräch zu besänftigen? (ProSieben / Constantin Film)
Datum: 17.11.2007
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