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Jean Michel Jarre - Oxygene: New Master Recording
Jean Michel Jarre Oxygene - New Master RecordingAnzeige Ein Hauch von Kult umgibt die CD mit dem gruseligen Cover. In blutigen Fetzen hängt die Erdoberschicht von einem Schädel, der den Erdkern darstellt. Ein früher Verweis auf die fatalen Folgen, die die Zerstörung der Umwelt haben kann. Jean Michel Jarre bemühte sich bereits in den 70-ern, die Aufmerksamkeit der Menschen auf diese Entwicklung zu lenken. Nicht nur die Botschaft seines Albums "Oxygene" ist visionär. Mit der Platte verschob der Franzose die Grenzen des musikalisch Machbaren und legte den Grundstein für eine neue Musikrichtung: Elektro. Jean Michel Jarres Meisterwerk feiert nun 30-jähriges Jubiläum. Ein passender Anlass für eine Wiederveröffentlichung eines der wohl wegweisendsten Alben der Musikgeschichte. Es war eine nostalgische Reunion. Für das Re-Mastering von "Oxygene" holte Jean Michel Jarre Elektro-Pionier-Geschirr wie das Mellotron, die Farfisa Organ und sein technisches Lieblingsspielzeug, den Putney, besser bekannt als VCS3, hervor. Anlass zu dem elektronischen Veteranentreffen war das 30-jährige Jubiläum des Albums, das dem Franzosen 1976 den Durchbruch brachte. Alles andere als veraltet war die Aufnahmetechnologie. Das Re-Release zu "Oxygene" wurde in den Alfacam-Studios im belgischen Lint aufgezeichnet, einer High-Definition-Hochburg. In 5.1-Surround-Sound-Qualität kann das zeitlose Album, das als einfache CD, als CD mit DVD sowie als CD mit 3D-DVD erscheint, seine Wirkung noch besser entfalten. Auch heute kann sich wohl kaum jemand dem hypnotischen Sog von Jean Michel Jarres Klangsymphonien entziehen. Wer die Augen schließt, wird auf eine Reise durch die Welt der Imagination mitgenommen. Immer wieder entdeckt der Hörer in den komplexen Tonkonstrukten fantastische und fantasieanregende Elemente. Jarre entlockt einem Wirrwarr aus Tasten und Knöpfen mystische Melodien, mit denen er den Beats eine Seele geben will, wie er selbst sagt. Und in der Tat scheinen die Klänge, die der Soundzauberer seinen hochmodernen Instrumenten entlockt, lebendig zu werden. Nicht im Geringsten technisch, vielmehr natürlich wirken die Klangteppiche, die mal an Walgesänge, mal an Wellenrauschen, mal an Möwengeschrei erinnern. Ruhe und Kraft der Natur erwachen vor dem inneren Auge, werden aber alsbald von bedrohlichem Syntheziser-Geheul gestört. Jarre macht die Bedrohung der Natur durch Töne spürbar. Nicht nur seine Musik ist zeitlos, auch seine Botschaft. Nina Fischer |
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