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Keinohrhasen
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Einen Schönheitswettbewerb würde der Keinohrhase nicht gewinnen. Zum einen schielt er, zum anderen hat er keine Ohren. Und auch sonst sieht er irgendwie ein wenig dümmlich aus. Doch mit diesem hässlichen Gesellen erobert Til Schweiger derzeit Kinderherzen und sogar das von Nora Tschirner. Die "Keinohrhasen" haben ihr unvorteilhaftes Äußeres dem mangelnden Handarbeitsgeschick des Schauspielers zu verdanken, welches er in der gleichnamigen Kinokomödie beweisen muss. Ein besseres Händchen als beim Basteln bewies Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent Til Schweiger hingegen bei der Auswahl der Songs zum Soundtrack. Til Schweigers absolutes Lieblingsalbum ist derzeit "I-Empire" von Angels & Airwaves. Deshalb sind gleich zwei Songs der Rocker aus San Diego auf dem "Keinohrhasen"-Soundtrack vertreten: "Lifeline" und "Everything's Magic". Zwischen die melancholischen Balladen der Amerikaner mischt sich Dancefloortaugliches von Deepest Blue ("Deepest Blue"), Elektronisch-Monotones wie "Sad Song" von Au Revoir Simone und Glampoppiges wie "Looking For Atlantis" von Prefab Sprout. Den Anfang machen The Killers mit dem Jaques Lu Cont's Thin White Duke Mix ihres Hits "Mr. Brightside". Auch Bloc Party ("I Still Remember") und US-Überproduzent Timbaland ("Apologize") steuerten jeweils einen Song bei. Der Grundtenor der Platte ist ein trauriger. Die von Reamonn-Frontmann Rea Garvey exklusiv für den Film komponierte Ballade "Anna & Ludo - Hold Me Now", aber auch Keanes "Everybody's Changing" verströmt etwas Kuschelig-Depressives. Die Instrumentalstücke orientieren sich stark an Til Schweigers derzeitigen Favoriten. Die mit Syntheziser, Gitarren, Drums und viel elektronischen Effekten von den Komponisten und Produzenten Dirk Reichardt, Stefan Hansen und Mirko Schaffer arrangierten, poppigen Stücke könnten durchaus als Intro eines Songs von Angels & Airwaves durchgehen. Schade, dass Til Schweiger vergaß, dem Keinohrhasen die Ohren anzunähen. Denn es ist eine durchaus hörbare Mischung, die er da zusammengestellt hat. Im Gegensatz zum Keinohrhasen fehlt es dem Score an nichts. Nina Fischer |
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